Hockey Club Gherdëina valgardena.it - PRESS

- Freitag, 27. März 2020 Sport 31 688 Zuschauer verfolgten im Schnitt die 22 Heimspiele des HC Gherdëina. Ins- gesamt wurden im„Pranives“-Stadion 15.148 Fans gezählt. Diese konnten mit ihren Lieblingen 13 Heimsiege bejubeln. Im Zu- schauerranking der AlpsHL nahm Gröden den 9. Platz ein. © 19 Spieler des HC Gherdëina trugen sich in der abgelaufenen Saison in die Torschüt- zenliste ein. Michael Sullmann (im Bild), der sich mit Matt Wilkins und Brad McGowan fast blind verstand, war mit 19 Treffern hinter Alex Frei (Rittner Buam, 24) der zweitbeste Südtiroler Torjäger in der AlpsHL. © GHERDËINA: SKORERWERTUNG – 44. SPIELTAG HC GHERDËINA : TORHÜTERWERTUNG Darauf kannman aufbauen EISHOCKEY: Neuanfang beimHC Gherdëina ist geglückt – Matt Wilkins ist der Topskorer – Bestes Powerplay Vor einem Jahr zogen dunkle Ge- witterwolken über einen der er- folgreichsten Eishockeyvereine Südtirols auf. Die beiden Präsi- denten und der Großteil des 24- köpfigen Vorstands traten zurück. Ende April übernahmWalter Plo- ner das Ruder. In kurzer Zeit ge- lang es dem neuen Präsidenten gemeinsam mit seinen 8 Vor- standskollegen eine Mannschaft aus dem Boden zu stampfen, die von Beginn an zu begeistern wusste. Anfang November auf dem 4. Tabellenplatz Nach der 1:2-Auftaktniederla- ge gegen Kitzbühel fertigten die „Furie“ beim Heimdebüt den HC Asiago mit 8:3 ab. Nach 6 Siegen in Folge lagen sie nach 13 Run- den Anfang November in der Ta- belle auf Platz 4, ehe die von Ver- letzungen arg gebeutelten Gröd- ner immer mehr an Boden verlo- ren und den Grunddurchgang schließlich auf Platz 13 beende- ten. Der HCG startete mit einem Bonuspunkt von Platz 4 aus in die Qualification Round Gruppe A und machte in den 10 Spielen ei- nen Platz gut. Zu Rang 1 und zu einem der letzten 2 Play-off-Ti- ckets fehlten am Ende 5 Punkte. Trotzdem: Punktemäßig hat Gröden in den 3 vorangegange- nen Spielzeiten der AlpsHL noch nie so gut abgeschnitten. Im Schnitt machten die „Rot-Blau- en“ 1,43 Punkte pro Spiel. Zum Vergleich: In der Saison 2016/17 waren es 1,34, ein Jahr später 0,95 und im Vorjahr 1,15 Punkte pro Spiel. Dabei war nicht nur der Vorstand neu sondern auch der Trainer und die 5 Gastarbeiter. Hinter der Bande hatte Erwin Kostner das Sagen. Der 61-jährige Grödner leistete ausgezeichnete Arbeit und holte aus dem Kader das Maximum heraus. Der ehe- malige Nationalverteidiger, der sichmit einemAssistenten Sante- ri Matikainen sehr gut ergänzte, setzte die Vorgaben des Vorstan- des perfekt um und führte den ei- nen oder anderen Nachwuchs- spieler an die 1. Mannschaft her- an. Zwischen den Pfosten konnte sich Kostner auf die Fangkünste von Jacob Smith verlassen. Der 24-jährige Italokanadier erwies sich bis zu seiner Verletzung als sehr sicherer Rückhalt, der die gegnerischen Angreifer immer wieder zur Verzweiflung brachte und einige Spiele im Alleingang gewann. Als den ehemaligen Re- servetorhüter des HCB Südtirol eine Knieverletzung zu schaffen machte, ging es mit den Ladinern bergab (nur 2 Siege in 13 Spie- len). In der nicht immer sattelfesten Abwehr sollten die beiden Aus- länder Mikael Kurki und Ondrej Nedved den Takt vorgeben. Der erfahrene Finne und der bullige Tscheche waren solide, mehr aber nicht. Sie brachten in etwa das, was man sich von ihnen er- warten konnte. Die meisten Punkte gingen auf das Konto von Christian Willeit, der gemeinsam mit Kapitän Joel Brugnoli und Tim Linder Überstunden leisten musste. Das Prunkstück war zweifels- ohne der Angriff, aus dem der Pa- radeblock herausragte. Das, was Matt Wilkins, Brad McGowan und Michael Sullmann immer wieder aufs Eis zauberten, war zum Zungeschnalzen. Das Trio brachte es gemeinsam auf 218 Skorerpunkte und erzielte 92 To- re. Das waren mehr als die Hälfte aller Grödner Treffer (176) im ab- gelaufenen Winter. Matt Wilkins und Brad McGowan bleiben beimHCG Wilkins war mit 89 Punkten der Topskorer der Liga, McGowan teilte sich mit Slater Doggett (Wipptal Broncos) Platz 2. Die beiden Kanadier, die beide aus der deutschen Oberliga gekom- men waren, werden auch in der kommenden Saison die Fans im „Pranives“-Stadion verzücken, nachdem sie ihre Verträge vorzei- tig verlängert haben. Sullmann verpasste aufgrund einer hartnä- ckigen Verletzung 16 Spiele und wurde im Meisterschaftsend- spurt durch Viktor Schweitzer oder Gabriel Vinatzer ersetzt. Der HC Gröden hatte aber nicht nur den Topskorer in seinen Reihen, sondern verfügte auch über das beste Überzahlspiel der Liga. Wilkins und Co. nutzten bei- nahe jedes 3. Powerplay zu einem Torerfolg. Sie konnten 151 Mal mit einem Mann mehr agieren und schlugen dabei 47 Mal zu. Das sind 31,1 Prozent. Damit si- cherte sich die Kostner-Truppe in dieser Wertung Platz 1 vor den Rittner Buam (29,5 Prozent) und Feldkirch (29.1). Die starken Leistungen wur- den auch von den Fans honoriert. Im Schnitt verfolgten 688 Zu- schauer die 22 Heimspiele des HCG. Das bedeutet, dass im Ver- gleich zumVorjahr im Schnitt 163 Zuschauer pro Spiel mehr ins Sta- dion kamen. Auch darauf kann man aufbauen. ©AlleRechtevorbehalten WOLKENSTEIN (kp). Der HC Gherdëina valgardena.it kann auf die statistisch beste Sai- son in der Alps Hockey League (AlpsHL) zurückblicken. Ob- wohl die Ladiner das Play-off verpasst haben, kann man im Tal der Holzschnitzer auf die letzten 6 Monate aufbauen. Walter Ploner, Präsident HC Gherdëina 4 FRAGEN AN . . . „Dolomiten“: Wie fällt Ihr Fazit zur abgelaufenen Saison aus? Walter Ploner: Wir haben sehr spät mit der Saisonplanung be- gonnen. Trotzdem ist es uns ge- lungen, eine Mannschaft ins Rennen zu schicken, die die Er- wartungen erfüllt hat. Wir ha- ben zwar das Play-off verpasst, können unter dem Strich aber auf eine zufriedenstellende Sai- son zurückblicken. „D“: Was war gut? Ploner: Unsere beiden auslän- dischen Stürmer waren heraus- ragend. Matt Wilkins und Brad McGowan haben wir so man- chen Sieg zu verdanken. Sie ha- ben die Fans begeistert und vie- le Zuschauer ins Stadion ge- lockt. Unser Torhüter Jacob Smith hat am Anfang der Sai- son sehr gut gehalten. Aber auch die Spieler von auswärts und der Großteil unserer Eigen- gewächse hat einen Schritt nach vorne gemacht. Nicht zu- letzt auch dank unseres Trainer Erwin Kostner, der eine großar- tige Arbeit geleistet hat. „D“: Was war schlecht? Ploner: Leider wurden wir von Verletzungen nicht verschont. Vor allem der Ausfall von Jacob Smith und Michael Sullmann schmerzte sehr. Sie waren aber nicht die einzigen Spieler, die über einen längeren Zeitraum gefehlt haben. Uns hat danach nicht nur die Qualität sondern auch die Quantität gefehlt. Un- sere Spielerdecke war schlicht- weg zu dünn. Was mich noch ein wenig geärgert hat, war die Tatsache, dass wir am Ende die schlechteste italienische Mann- schaft waren. „D“: Wie sieht die Zukunft aus? Ploner: Bisher konnten wir noch keine Saisonbilanz zie- hen, da es in den letzten 3 Wo- chen aufgrund der Coronakrise keine Sitzung gab. Die abgelau- fene Saison dürfte kein Prob- lem darstellen. Was mir Kopf- zerbrechen bereitet, ist jedoch die kommende Spielzeit. Wir werden wohl oder übel mit ei- nem kleineren Budget auskom- men müssen. Unser Ziel ist es, weiterhin auf höchstem Niveau sprich in der Alps Hockey League zu spielen. Eine Mann- schaft wird es in Gröden auf alle Fälle geben. Es wäre natürlich schön, wenn wir den Großteil der Spieler halten könnten. © Fragen: Kurt Platter Sp T A P +/- Str 1. MattWilkins 44 36 53 89 +36 75 2. Brad McGowan 44 37 49 86 +33 12 3. Michael Sullmann 28 19 24 43 +17 20 4. Gabriel Vinatzer 41 5 24 29 0 18 5. ChristianWilleit 43 4 24 28 -19 24 6. Ondrej Nedved 44 7 19 26 -1 24 7. Simon Pitschieler 44 10 15 25 -19 28 8. Mikael Kurki 42 2 14 16 -4 30 9. Viktor Schweitzer 15 7 5 12 -2 4 10. David Galassiti 42 5 6 11 -21 6 11. Andreas Vinatzer 23 5 4 9 -3 20 12. Joel Brugnoli 44 2 7 9 -8 20 13. Diego Glück 43 3 4 7 -24 20 14. Samuel Moroder 42 2 5 7 -15 28 15. Tim Linder 39 1 6 7 -2 18 16. Patrick Nocker 36 1 4 5 -4 16 17. Damian Bergmeister 33 1 4 5 -13 2 18. Leo Messner 31 2 1 3 -15 18 19. Kevin Schmalzl 29 1 0 1 -14 2 20. Bean Schmalzl 41 0 1 1 -6 2 21. Tobias Moroder 30 0 0 0 -5 4 22. Andrea Demetz 38 0 0 0 -11 8 23. Julian Senoner 1 0 0 0 0 0 24. Gabriel Stenico 2 0 0 0 -1 0 25. Nikolas Paratoni 1 0 0 0 0 0 SP = Spiele; T = Tore; A = Assists; P = Punkte; +/– = Plus-Minus-Statistik; Str = Strafminuten Sp GT GT/SP SV% 1. Jacob Smith 33 100 3,09 91,8 2. Leo Kostner 12 48 4,79 85,5 3. Pauli Hofer 2 9 5,15 83,3 SP = Spiele; GT = Gegentore; GT/SP = Gegentore pro Spiel; SV% = Gehaltene Schüsse in Prozent Führte den HC Gherdëina erstmals als Kapitän aufs Eis: Joel Brugnoli. War der punktbeste Verteidiger des HC Gherdëina: Christian Willeit. Zählte zu den besten Torhütern der Liga: Jacob Smith. Matt Wilkins und Brad McGowan (von links) brachten es gemeinsam auf 175 Skorerpunkte. Rechts: Dan Tudin. Fotos auf dieser Seite: Max Pattis (7) Trainer Erwin Kostner (rechts) hat ausgezeichnete Arbeit geleistet.

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