34Sport Donnerstag, 18. Dezember 2025 - „Das Besondere an Olympia ist, dass es prinzipiell nichts Besonderes ist. Es ist ein Rennen wie jedes andere.“ Armin Assinger Vor 40 Jahren hat Armin Assinger auf der Saslong in Gröden, wo er ein Jahr zuvor sein erstes Weltcup-Rennen bestritten hatte, seine ersten Weltcup-Punkte geholt. Am 14. Dezember 1985 belegte der heute 61-jährige Kärntner bei der Abfahrt den 14. Platz. © Vor 30 Jahren hat Armin Assinger erstmals ein Rennen in Gröden als ORF-Experte kommentiert. Seit dem 16. Dezember 1995 war der „Mr. Millionenshow“ bei jedem Rennen auf der „Saslong“ dabei. Heuer zum 31. Mal. © Zell am See – HC Gherdëina ••19.30Uhr SR: Bajt, Snoj (Markizeti, Zacherl) Kitzbühel – Bregenzerwald•••19.30Uhr SR: Bulovec, R. Huber (Murnik, Strimitzer) Sisak – Cortina• • •••••••••••••••••••• 19.30Uhr SR: Bergant, Orel (Arlic, Wendner) Rittner Buam – Wipptal Br. •••20.00Uhr SR: F. Rivis, Soraperra (M. Brondi, Fecchio) HC Unterland – Jesenice •••••••20.00Uhr SR: Giacomozzi, Piras (Abeltino, P.Brondi) Asiago – Meran• • •••••••••••••••••••• 20.00Uhr SR: Benvegnù, Winkler (Cristeli, A.Rivis) © ALPSHL: HEUTE Generalprobe für das Serie-A-Halbfinale EISHOCKEY: Die Rittner Buam empfangen heute die Wipptal Broncos – HC Unterland hat Heimvorteil – HC Gherdëina und Meran in der Fremde BOZEN (kp). In der Alps Hockey League (AlpsHL) fällt heute Abend der Startschuss zur weihnachtsintensiven Zeit. In den kommenden 19 Tagen und bis zum 6. Jänner 2026 stehen neun Spieltage auf dem Programm. Heute steht in Klobenstein das Derby der derzeit zwei besten Südtiroler Mannschaften im Mittelpunkt. Die Rittner Buam SkyAlps empfangen die Wipptal Broncos Weihenstephan und wollen sich für die vor knapp drei Monaten in Sterzing erlittene Niederlage (1:2 n.V.) revanchieren. Die Buam, die zuletzt drei Siege in Folge gefeiert haben, haben in der AlpsHL-Tabelle sieben Punkte mehr als die „Wildpferde“, die allerdings zwei Spiele weniger ausgetragen und vier ihrer letzten fünf Spiele gewonnen haben. Es ist ein Vorgeschmack auf das „Final Four“ um den Italienmeistertitel, das am 10. und 11. Jänner 2026 in Mailand ausgetragen wird. Dann stehen sich die beiden Mannschaften im Halbfinale gegenüber. Während die Hausherren heute in Bestbesetzung antreten können, werden die Gäste ohne Alessio Niccolai und Connor Sanvido anreisen. Der HC Unterland Cavaliers Bacio della Luna empfängt Jesenice. Das abgeschlagene Schlusslicht hat vor gut zwei Monaten auswärts gegen die Slowenen mit 4:7 den Kürzeren gezogen, kann sich dieses Mal aber durchaus etwas ausrechnen. Unterlands Trainer Tuomo Harjula muss ohne Laurin Foppa, Alex Egger und Davide Girardi auskommen. Der HC Gherdëina valgardena.it ist in Zell am See zu Gast. Die Ladiner haben das bisher einzige Saisonduell Anfang Oktober gegen die „Eisbären“ mit 3:1 gewonnen. Dieses Spiel fand allerdings in Wolkenstein statt, wo sich die „Furie“ wohler fühlen als in der Fremde: Von bisher zwölf Auswärtsspielen haben sie gerade einmal eines gewonnen. HCG-Trainer Marcel Skokan muss gegen den Titelverteidiger ohne die verletzten Julian Senoner, Martin Castlunger und Samuel Moroder auskommen. Der HC Meran Pircher ist beim HC Asiago gefordert und will sich für die vor einem knappen Monat erlittene Heimniederlage (5:6 n.P.) gegen den letztjährigen ICEHL-Teilnehmer revanchieren. Die Mannschaft von Trainer Christian Borgatello, der keine Ausfälle zu beklagen hat, hat allerdings acht ihrer letzten neun Spiele verloren, während Asiago in den letzten elf Spielen stets gepunktet hat. © Alle Rechte vorbehalten „Dort, wo die Komantschen pfeifen“ SKI ALPIN:Der ehemalige österreichische Skirennläufer Armin Assinger ist zum 31. Mal in Folge bei den Speed-Rennen in Gröden als Co-Kommentator des ORF im Einsatz VALS. In Südtirol kennt ihn fast jedes Kind. Entweder durch die österreichische Millionenshow, die er seit 2002 moderiert, oder durch die Übertragung von Ski-Rennen im ORF: Armin Assinger ist seit kurzem wieder auch Botschafter der „Falkensteiner Michaeler Tourism Group“ und weilte Anfang dieser Woche im „Falkensteinerhof“ in Vals, wo er sich Zeit für ein ausführliches Interview nahm. „Dolomiten“: Sie haben nach der Saison 1994/95 Ihre Karriere als aktiver Skirennläufer beendet und starteten in der Folge als Co-Kommentator und Experte beim ORF durch. Wie sind Sie dazu gekommen? Armin Assinger: Als ich noch Skirennläufer war, habe ich diese Art und Weise von Fernsehübertragungen in Amerika gesehen. Dort war ein ehemaliger Skifahrer als Experte dabei. Das hat mir gefallen und mir war schnell klar, dass es so etwas auch bei uns in Österreich braucht. Als mich der damalige Sportchef des ORF, Elmar Oberhauser, gefragt hat, was ich nach meiner Karriere tun würde, antwortete ich ihm: Bei euch Rennen kommentieren. Das war im März 1995. Sieben Monate später war es dann so weit. Ich war diesbezüglich ein Pionier in Österreich. Das macht mich auch heute noch ein bisschen stolz. „D“: Am 15. Dezember 1984 sind Sie erstmals bei einer WeltcupAbfahrt an den Start gegangen. Waren Sie damals nervöser als bei Ihrer Premiere als ORF-Mitarbeiter? Assinger: Auf jeden Fall. So hart es klingt: Bei einem Skirennen kann man sterben. Als Moderator bekommt man im schlimmsten Fall schlechte Kritik. „D“: Heute sehen wir Sie nur noch bei den Rennen in Gröden und Kitzbühel. Warum verfolgen Sie nur noch diese beiden SpeedEvents aus nächster Nähe? Assinger: In diesem Winter werde ich auch bei den Rennen in Garmisch-Partenkirchen und beim Weltcup-Finale in Lillehammer dabei sein. Und auch bei Ski-Weltmeisterschaften bin ich immer vor Ort. In Vergangenheit gab es Jahre, in denen ich viel mit der Millionenshow eingebunden war und es jährlich bis zu 50 Sendungen gab. Das war zu viel. Irgendwann halten dich die Leute nicht mehr aus. Deshalb habe ich beschlossen, bei den Skirennen kürzer zu treten. „D“: In Gröden finden heuer drei Rennen statt. Welche Erinnerungen haben Sie an die Saslong? Assinger: Ich habe nur gute Erinnerungen an Gröden. Schließlich habe ich auf der Saslong am 15. Dezember 1984 mein erstes Weltcuprennen bestritten und kam auf Platz 30. Ein Jahr später fuhr ich an gleicher Stelle mit Rang 14 erstmals in die Punkteränge. Am Anfang bereiteten mir die Rennen in Gröden schlaflose Nächte, da es mit dem Looping im oberen Teil oder den Kamelbuckeln weiter unten zwei wichtige Kriterien gab, die mir einiges an Überwindung abverlangten. Im Dezember 1995 war ich das erste Mal als Co-Kommentator in Gröden. Seither war ich immer dabei, bin nie ausgefallen und heuer bin ich zum 31. Mal tätig. „D“: Im Herbst 2019 haben Sie den „Ball des Sports“ oder die „Sporthilfe-Gala“ im Meraner Kursaal moderiert. War das für Sie ein Highlight oder eine ganz gewöhnliche Moderation? Assinger: Das war für mich ein großes Highlight und ist mir in guter Erinnerung geblieben. Schließlich wurde ich in einem anderen Land zu einem solchen Event eingeladen. Für mich war es eine besondere Ehre, dass ich diese Gala moderieren durfte. Ich habe seit jeher ein gutes Verhältnis zu Südtirol und bin mit den Südtirolern auf gleicher Wellenlänge. Damals durfte ich gemeinsam mit Dorothea Wierer auf der Bühne stehen. Das war etwas Besonderes. Schließlich bin ich ein großer Fan von der „Doro“. Ich kann mich erinnern, dass Jannik Sinner damals als Nachwuchssportler des Jahres ausgezeichnet wurde. Legendär war die Party im Anschluss an den offiziellen Teil. Danach war ich zwei Tage krank (schmunzelt). „D“: Was schätzen Sie an Südtirol? Assinger: Das Land hat sehr viel zu bieten. Mir gefällt der Wille der Menschen, etwas zu verändern, etwas zu bewegen. Mir taugt auch das gemütliche Zusammensitzen bei einer zünftigen Marende nach getaner, harter Arbeit. „D“: Sie haben an den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer teilgenommen. Was ist anders und besonders bei Olympia? Assinger: Das Besondere an Olympia ist, dass es prinzipiell nichts Besonderes ist. Es ist ein Rennen wie jedes andere. Aus dem eigenen Land trifft man nur auf drei Konkurrenten, während bei einem Weltcuprennen oft acht oder auch mehr Gegner aus der gleichen Nation kommen. Patrick Ortlieb hat einmal gesagt, dass es einfacher ist, bei Olympia ein Rennen zu gewinnen, als im Weltcup. Man glaubt, dass man bei Olympia die Dinge besonders gut machen muss. Dabei macht man alles wie immer. „D“: In knapp zwei Monaten findet in Bormio die Olympia-Abfahrt statt. Gibt es für Sie auf der Stelvio einen Favoriten? Assinger: Stand heute würde ich auf Marco Odermatt tippen. Aber auch Dominik Paris fühlt sich in Bormio immer besonders wohl. Auch Vincent Kriechmayr traue ich sehr viel zu. Vielleicht ist es aber ganz ein anderer Abfahrer. Wie zum Beispiel 2006 in Sestriere, als Außenseiter Antoine Deneriaz den Favoriten die Goldmedaille wegschnappte. Bei Olympischen Spielen hat es in Vergangenheit immer wieder Überraschungen gegeben. Die Stelvio ist in jedem Fall eine würdige Olympia-Strecke. Sie war stets eine meiner Lieblingsabfahrten. Auch wenn sie um einiges kürzer als die LauberhornAbfahrt in Wengen ist, war sie immer sehr kräfteraubend und schwierig. Sie hat mir immer alles abverlangt; im Ziel war ich fix und fertig. „D“: Wer ist für Sie der derzeit kompletteste und folglich beste Skifahrer? Assinger: Marco Odermatt ist mit Ausnahme im Slalom in jeder Disziplin ein Sieganwärter. Das hat er am Dienstag wieder einmal bewiesen: Obwohl ihm Gröden nicht unbedingt liegt, ist er im ersten Training Bestzeit gefahren. „D“: Legendär ist Ihr Satz „Dort, wo die Komantschen pfeifen“. Wo, wann und warum haben Sie diese Aussage getätigt? Assinger: Eigentlich stammt dieser Satz von Charly Kahr, weshalb er das Copyright besitzt. Ich habe diese Aussage dann irgendwann übernommen. Das ist aber schon einige Zeit her. „Dort, wo die Komantschen pfeifen“ bedeutet: Es geht ordentlich zur Sache. „D“: Die Sicherheit ist im Skisport ein leidiges Thema. Verletzungen stehen auf der Tagesordnung. Sind die Rennen heute gefährlicher als zu Ihrer Zeit? Wenn ja, warum? Assinger: Schwere Stürze und Verletzungen hat es schon immer gegeben. Speziell in der Abfahrt. Ebenso wie tödliche Unfälle. Das Material ist heute um einiges aggressiver, weshalb vor allem Knieverletzungen stark zugenommen haben. Im Gegenzug sind die Athleten heutzutage besser geschützt. Ich denke hierbei an schnittfeste Unterwäsche. Über das Thema Sicherheit könnte man Stunden reden. Es würde den Rahmen sprengen. „D“: Sie haben in den 1990-erJahren vier Weltcupsiege gefeiert. Wo würde Armin Assinger heute landen, wenn er sich 30 Jahre später ins Tal stürzen würde? Assinger: Ganz vorne (lacht). Ich bin jedenfalls stolz auf das Erreichte. Schließlich bin ich in meiner Karriere „nur“ bei 67 Rennen an den Start gegangen und habe vier davon als Sieger beendet. „D“: Was macht mehr Spaß: Ein Skirennen oder die Millionenshow? Assinger: Immer das, was ich gerade mache. Gerade jetzt freue ich mich, für Falkensteiner im Einsatz zu sein. Von heute an freue ich mich auf's Kommentieren in Gröden und zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf's Moderieren der Millionenshow. Interview: Kurt Platter © Alle Rechte vorbehalten Alps Hockey League 1. Salzburg II 23 17 6 92:53 52 2. KHL Sisak 23 17 6 83:55 48 3. Zell am See 21 14 7 68:56 42 4. Kitzbühel 22 14 8 77:58 40 5. HC Asiago 22 12 10 85:76 38 6. Bregenzerwald 22 12 10 62:70 36 7. Rittner Buam 23 11 12 69:62 35 8. SG Cortina 24 11 13 61:69 31 9. Wipptal Broncos 21 9 12 57:62 28 10. HC Gherdëina 23 8 15 58:83 26 11. Jesenice 23 9 14 64:76 25 12. HC Meran 22 7 15 58:77 22 13. Unterland Cavaliers 21 4 17 47:84 12 Matthias Bonazzo, Verteidiger des HC Unterland Cavaliers Marco Marzolini, Verteidiger der Rittner Buam Fotos: Max Pattis (2) Armin Assinger ist ein großer Fan von Südtirol. Fotos: kp (3) „Es ehrt mich sehr, dass mir Falkensteiner vertraut“, sagt Armin Assinger (Zweiter von links). Otmar Michaeler (links) sowie Erich und Andreas Falkensteiner (von rechts) sind dagegen stolz, dass der 61-jährige Kärntner Botschafter ihrer „Falkensteiner Michaeler Tourism Group“ ist.
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