0471 925427 l dolomiten.ladinia@athesia.it l Weinbergweg 7, 39100 Bozen 10% 10% 60% 3° 3° 4° 19° 19° 16° Viel Sonnenschein, harmlose Wolken. Viel Sonnenschein, harmlose Wolken. Wechselnd bewölkt, stellenweise Schauer. FREITAG SAMSTAG SONNTAG - Freitag, 17. April 2026 19 „Cianta con nos“ sonntags erstmals im Waltherhaus BULSAN/BOZEN. Acht Chöre beteiligen sich heuer am traditionellen Festival ladinischer Kinderchöre „Cianta con nos“, und erstmals findet dieses Ereignis in Bozen statt. Am kommendenSonntag, 19. April, singen Kinderchöre aus Gröden, dem Gadertal und Buchenstein, aus dem Friaul sowie aus Bozen und Terlan bereits ab 14 Uhr am Silvius-Magnago-Platz vor dem Landhaus; um 15 Uhr dann beginnt das Konzert im Waltherhaus. Jeder der acht Chöre wird dabei drei Lieder vortragen. Organisiert wird das Festival von der Union Generela di Ladins dles Dolomites – gemeinsam mit der Comunanza Ladina a Bulsan. © HERO Südtirol '26 findet am 13. Juni in Wolkenstein statt SËLVA/WOLKENSTEIN. 2010 wurde der erste HERO ausgerichtet, und seit 2024 wurde der Grödner Name auf die Serie des Rad-Weltverbandes Weltverbandes (UCI) übertragen. Es kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass das Event über die Serie HERO UCI Cross Country Marathon am 13. Juni „nach Hause zurückkehrt“. Die Männer bewältigen dabei quer durch die ladinischen Talschaften und über die Seiser Alm 86 km, die Frauen 60 – bei Höhenunterschieden zwischen 3.200 und 4.500 Metern. Geplant ist auch eine mittlere Strecke, bei der 71 Kilometer zurückgelegt werden. Radsportfans dürfen sich schon jetzt freuen. © Die WFO Raetia feiert – allen voran Anna Trocker SCHULE & SPORT: Festlicher Empfang in der Aula Magna – Grödner Ski College verbindet schulische Leistungen und Spitzensport-Förderung URTIJËI/ST. ULRICH. Dass sich die Wirtschaftsfachoberschule (WFO) Raetia in Gröden großer Beliebtheit erfreut, ist allgemein bekannt. Die Anfragen nicht nur aus Ladinien, sondern aus dem ganzen Land übertreffen alljährlich das Angebot an verfügbaren Ausbildungsplätzen. Die von Bernhard Flatscher geleitete Schule bringt auch immer wieder beachtliche sportliche Talente hervor, und die abgelaufene Wintersaison verlief besonders erfreulich. Bei einem festlichen Empfang in der Aula Magna würdigte das Ski College in St. Ulrich vor wenigen Tagen die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler. Im Mittelpunkt stand natürlich Anna Trocker aus Kastelruth. Wohl ein Ausnahmetalent. Die 17jährige Skifahrerin nahm an den Olympischen Spielen Mailand Cortina teil, krönte sich im März in Norwegen zur zweifachen Junioren-Weltmeisterin, qualifizierte sich für das Weltcup-Finale und wurde auch noch zweifache Staatsmeisterin in der Allgemeinen Klasse. Aber auch in weiteren Disziplinen – so im Freestyle und im Biathlon – wussten die die Schülerinnen und Schüler der WFO Raetia zu überzeugen und holten in der Altersklasse der Junioren gleich mehrere Staatsmeistertitel oder schafften den Sprung in den Europacup. Ein Schlüssel zum Erfolg ist das scheinbar einfache Konzept, dass sich die Schule um den Unterricht kümmert und die sportliche Ausbildung dem Ski Club Gröden überlässt – unter der Koordinierung von Lidia Bernardi. Im Rahmen der Feier würdigten Ehrengäste – darunter SportLandesrat Peter Brunner (per Video), Schulamtsleiter Heinrich Videsott, Ressortdirektor André Comploi, FISI-Chef Markus Ortler und CONI-Präsident Alex Tabarelli – die Leistungen der jungen Athletinnen und Athleten sowie die engagierte und qualifizierte Arbeit der Trainer- und Lehrerteams. © Alle Rechte vorbehalten Kulinarik, Regionalität und Solidarität NACHHALTIGKEIT: Benefiz-Abendessen in Al Plan/St. Vigil – Spitzenköche bereiten mit den Zutaten von Agricolart ein Menü für 110 Gäste zu AL PLAN/ST. VIGIL. In Mareo/Enneberg setzen Touristiker wie Einheimische voll und ganz auf Nachhaltigkeit. Die Ausrichtung zieht sich wie ein Roter Faden durch das Jahresprogramm. Am vergangenen Wochenende wurde zum Abschluss der erfolgreichen Wintersaison erneut ein bemerkenswertes Zeichen gesetzt, unter der feinfühligen Anleitung von Carlo Runggaldier, dem Direktor des Tourismusvereins San Viglio Dolomites. Im Hotel „AMA Stay“ in Al Plan wurde ein Benefiz-Abendessen organisiert, dessen Erlös dem Bäuerlichen Notstandsfonds sowie einem Projekt in Tansania zugute kam. Fünf Spitzenköche von ebenso vielen lokalen Hotels bereiteten für 110 Gäste ein hervorragendes Menü vor, wobei natürlich die Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle einnahm. Rund 90 Prozent der verwendeten Zutaten stammten aus dem Netzwerk Agricolart, einem Zusammenschluss von lokalen Bauern, die sich für den bewussten Umgang mit Ressourcen und der Weitergabe traditionellen Wissens einsetzen. Roland Erlacher, Obmann von Agricolart, betonte anlässlich der Veranstaltung: „Heute können wir den Gästen, vor allem auch der gesamten Gastronomie und Hotellerie die große Bandbreite unserer Produkte näherbringen und wir können aufzeigen, wie wichtig funktionierende regionale Kreisläufe und ein konsequentes Null-KilometerAngebot sind.“ Das Menü „Gestern, heute, morgen“ spiegelte seine Aussagen wider. Lü de Batista lieferte Vollkornbrot und Kartoffeln, Speck und Fleisch kamen vom Maso Plazores, die Eier von Dolomitus. Gemüse wurde von Urt de Ras bezogen, während der Ziegenhof Lü de Corcela Frischkäse und Zicklein bereitstellte. Weitere Angebote wie Honig von Milomotes, Milchprodukte der Hofkäserei Lü de Mesavilla, Apfelmarmelade und Met von Lü de Pincia sowie Likör von Cianorè rundeten das lokale Angebotab. Bei derlei natürlichen Gütern konnten die fünf Spitzenköche ihre ganze handwerkliche Finesse aufblitzen lassen und servierten nach einer verfeinerten Kartoffelpraline eine Variation vom heimischen Zicklein, begleitet von Gemüse und Polentatörtchen und einem Rübenragout, gefolgt von einer himmlischen Dessertvariation. Die 110 Gäste waren begeistert und Mit-Organisator Carlo Runggaldier hoch zufrieden: „Nachhaltigkeit ist ein zentrales Prinzip unserer Arbeit, und dieser Event hat deutlich gezeigt, wie wir durch konkrete Maßnahmen soziale Verantwortung übernehmen und gleichzeitig regionale Wirtschaftskreisläufe stärken können.“ © Alle Rechte vorbehalten Gröden findet eine alte Liebe wieder SPORT: Nach vielen Jahren Pause ist Eishockey in aller Munde – Das halbe Tal steht Kopf – Zuschauer strömen in Massen ins Pranives Stadion GHERDËINA/GRÖDEN (pas). In Gröden herrscht derzeit eine Eishockey-Euphorie, wie man sie seit sehr vielen Jahren nicht mehr erlebt hat. Der HC Gherdëina valgardena.it hat Vereinsgeschichte geschrieben und steht erstmals im Finale der Alps Hockey League – ein Erfolg, der noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar schien. Nach dem Ende der Regular Season lag der HC Gherdëina noch deutlich zurück. Besonders rund um die Weihnachtszeit wirkte die Mannschaft verunsichert, das vorhandene Potenzial blieb weitgehend ungenutzt. Dass es nun zum historischen Finaleinzug gereicht hat, ist das Resultat einer beeindruckenden Entwicklung. Ausschlaggebend dafür waren – laut Experten – der Trainerwechsel und die Neuverpflichtung von Goalie Claes Endre. Mit Fangquoten von 95 Prozent sorgt er seither für den nötigen Rückhalt und verleiht der Mannschaft Sicherheit. Auch das Offensivspiel funktioniert deutlich besser – eine Kombination, die den HCG von Spiel zu Spiel stärker machte. Die Emotionen entluden sich schließlich beim entscheidenden Spiel zum Finaleinzug. Präsident Walter Ploner, im Tal besser bekannt als „Baldo“, konnte seine Tränen im Stadion nicht zurückhalten. „Insbesondere zu Weihnachten hatte ich zahlreiche schlaflose Nächte. Die Mannschaft zeigte bei weitem nicht das Potenzial, das sie hatte, und nichts schien zu funktionieren. Es herrschte eine extrem negative Stimmung“, blickt er zurück. „Umso größer ist jetzt die Freude, dass der aktuelle Ausschuss gemeinsam mit der Mannschaft Grödner Hockeygeschichte geschrieben hat. Grundsätzlich hat sich die Einstellung und Leistung aller Spieler deutlich verändert – sie haben von Spiel zu Spiel spürbar immer mehr Selbstvertrauen getankt und erkannt, dass mit vollem Einsatz alles möglich ist“. Dass es nun im Finale ausgerechnet zum Duell mit dem Erzrivalen HC Meran kommt, setzt dem Ganzen die Krone auf. Nach den ersten zwei Final-Spielen führt Gröden mit 2:0. Das dritte Spiel fand gestern Abend in Meran statt (bei Redaktionsschluss stand das Ergebnis noch aus). Im Tal selbst ist die Begeisterung allgegenwärtig. In Bars, Geschäften, Werkstätten und allen Treffpunkten ist Eishockey das dominierende Thema – Erinnerungen an die glorreichen „Grödner Zeiten“ werden wach. Diese Euphorie spiegelt sich in den Besucherzahlen wider. Bereits die Halbfinalspiele waren hervorragend besucht, was für die Vereinskasse von großer Bedeutung ist. Das erste Finalspiel in Pranives war so gut wie ausverkauft, Präsident Walter Ploner gibt sich zuerst noch zurückhaltend: „Der Bessere soll gewinnen.“ Um dann hinzuzufügen: „Aber wir werden jetzt alles geben; wenn wir schon so weit gekommen sind, wollen wir auch den Titel.“ Mit diesen Worten richtet er zugleich einen Appell an alle Eishockeyfans: „Das Pranives-Stadion soll in den letzten Spielen zur Festung werden – alle lautstark, leidenschaftlich und vereint hinter dem HC Gherdëina valgardena.it.“ © Alle Rechte vorbehalten Ladinia ParOlA LAdIna dl’EDeMa eva Biene DasWort stammt vom Lateinischen APIS Anna Trocker erhielt einen großen Schokolade-Kuchen. Von links Markus Ortler, Alex Tabarelli und Direktor Bernhard Flatscher. Foto F. Simoncini Die Bäuerinnen und Bauern des Netzwerkes Agricolart – im Bild – lieferten die natürlichen Güter für das Benefiz-Essen. Foto: Gianvito Cocco „So was hat man lange nicht gesehen, so schön“: vollbesetzte Ränge im Pranives-Stadion. MaxPattis
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