- Montag, 20. April 2026 Sport 35 7.887 Zuschauer verfolgten innerhalb einer Woche die vier Finalspiele zwischen dem HC Gherdëina und dem HC Meran. In der Meranarena wohnten 2.086 und 1.756 Fans den Spielen eins und drei bei, während 1.938 und 2.107 Anhänger ins „Pranives“ pilgerten. © AlpsHL: Play-off – Finale (Spiel 4) HC Gherdëina – Meran• • •••••••••• 4:3 (1:1, 2:0, 1:2) SR: Huber, Lazzeri (P. Brondi, Strimitzer) Tore: 1. Drittel: 0:1 Sherbinin (4.14), 1:1 Dostalek (19.11); 2. Drittel: 2:1 Dostalek (2.27/PP), 3:1 Schiavone (15.13); 3. Drittel: 3:2 Trivellato (4.07), 4:2 Deluca (6.12), 4:3 Tomasini (10.26). Strafminuten: Gröden 2 – Meran 8 Zuschauer: 2.107 (asuverkauft) PP=Powerplay/Überzahl SH=Shorthander/Unterzahl EN=Schuss ins leere Tor © Happy End und HCG im Märchenland EISHOCKEY: HC Gherdëina kürt sich erstmals zum Meister in der Alps Hockey League – 4:0-Siege in der Finalserie gegen den HC Meran Unglaublich aber wahr: Der HCG hat es geschafft und ist nach dem HappyEnd im Märchenland. Die Mannschaft von Trainer Marcel Skokan besann sich nach der verkorksten „regular season“ ihrer Stärken, spielte eine fantastische Qualification Round, schaltete im Pre-Play-off Kitzbühel und im Play-off der Reihe nach Salzburg II, Zell am See, im Finale Meran mit 4:0-Siegen aus und krönte sich am Samstag zum Sensationsmeister. Der 18. April 2026 wird einen besonderen Platz in der Geschichte des 1927 gegründeten Vereins einnehmen. Für den viermaligen Italienmeister ist es der erste Titel seit dem SerieB-Triumph 1997. © Alle Rechte vorbehalten VONKURT PLATTER AUS WOLKENSTEIN . . ................................................. Solche Märchen schreibt nur der Sport: Ende Jänner beendete der HC Gherdëina valgardena.it den Grunddurchgang in der Alps Hockey league (AlpsHL) auf dem elften Platz. 77 Tage später stehen die „Furie“ als Meister der länderübergreifenden Meisterschaft da. Meran lässt nicht locker, Gröden ist aber zu stark DAS VIERTE FINALSPIEL IM ZEITRAFFER:HCM bringt beim 3:4 die beste Leistung – HCG lässt nichts anbrennen und gewinnt die Serie mit 4:0 WOLKENSTEIN (kp). Der HC Gherdëina hat es geschafft und am Samstagabend das vierte Finalspiel gegen den HC Meran Pircher mit 4:3 gewonnen und den Thron in der AlpsHL bestiegen. Der Spielfilm im Zeitraffer: 1. Minute: Martin Castlunger gewinnt das Eröffnungsbully gegen Patrick Tomasini und feuert wenig später auch den ersten Warnschuss auf das von Andreas Bernard gehütete Gehäuse ab. 2. Minute: Auf der anderen Seite kommt David Trivellato erstmals zum Abschluss. Torhüter Claes Endre hat aber keine Mühe. 5. Minute: Nach einem Grödner Wechselfehler kommt die Scheibe über Samuel Claesson zum aufgerückten Brayden Sherbinin, der vom rechten BullypunktMaß nimmt und Endre am kurzen Pfosten überrascht. Es ist die erste Meraner Führung in dieser Finalserie. 8. Minute: Die erste gute Chance der Hausherren findet Vlastimil Dostalek vor, doch Bernard ist zur Stelle. 12. Minute: Die Partie wird zerfahren, bis Stephan Deluca vor dem Meraner Kasten auftaucht, aber ebenso wie zwei Minuten später Luke Moncada am Ausgleich vorbeischrammt. 20. Minute: Als sich die ersten Zuschauer im rammelvollen „Pranives“-Stadion langsam auf dem Weg zum Pausentee bzw. -bier machen, wird es das erste Mal richtig laut. Dostalek steht mit dem Rücken zum Tor und versenkt das Hartgummi im zweiten Versuch mit der Rückhand zum 1:1. Wenig später ertönt erstmals die Sirene. Das Schussverhältnis von 14:5 unterstreicht eindrucksvoll die Grödner Dominanz. 21. Minute: Aus der Dominanz wird nach Wiederbeginn schnell eine Machtdemonstration. Dostalek und Moncada kreuzen allein vor dem Meraner Kasten auf, verpassen aber die erstmalige Führung. 22. Minute: Nick Rein muss wegen Hakens auf die Strafbank. 23. Minute: Die „Furie“ ziehen ein starkes Powerplay auf. Davide Schiavone scheitert noch am Pfosten, ehe Dostalek im Slot nicht angegriffen wird und zum 2:1 einnetzt. Jetzt steht das Stadion endgültig Kopf. Für den Tschechen ist es der fünfte Treffer im vierten Finalspiel. 26. Minute: Die 2.107 Zuschauer sehen auch danach Einbahneishockey. Nur Bernard ist es zu verdanken, dass die Hausherren nicht vorzeitig den Deckel draufmachen. Der Meraner Schlussmann bleibt nacheinander gegen Simon Pitschieler, Luca Biondi, Dimitri Wozowik und Matteo Luisetti Sieger. 28. Minute: Philipp Beber muss wegen Haltens zwei Minuten raus. 29 Sekunden später leistet ihmEnrico Larcher wegen Spielverzögerung auf der Strafbank Gesellschaft. Das doppelte Grödner Überzahlspiel bringt aber nichts ein. Die größte Chance findet Castlunger vor, doch Bernard zieht ihm mit einem Glanzreflex denNerv. 33. Minute: Martin Marinovich und Golser sorgen dafür, dass Endre im zweiten Drittel nicht umsonst auf demEis steht. Der Schwede hat aber wenig Mühe. 36. Minute: Samuel Moroder tankt sich rechts durch, spielt den Puck scharf zur Mitte, wo sich Schiavone lang und länger macht und ihn mit der Schlägerspitze über die Linie drückt – 3:1. Jetzt gibt es auf demEis und auf den Tribünen kein Halten mehr. 40. Minute: Für den letzten Aufreger vor der zweiten Sirene sorgt Rein, doch Endre ist zur Stelle. Das Schussverhältnis von 22:8 für den HCG spricht Bände. 41. Minute: Der letzte Abschnitt in der zehnten AlpsHL-Saison beginnt mit der einzigenUnterzahlsituation für die Ladiner. Dostalek hütet nach einem Stockschlag die „Kühlbox“. Die beste Chance findet aber Grödens Kapitän Pitschieler nach einem Konter vor. 45. Minute: Wie aus demNichts kommt der HCM zum zweiten Treffer. Daniel Gellon bedient Rein, dessen Schuss Endre abprallen lässt und Davide Trivellato staubt mühelos zum 2:3 ab. 47. Minute: Die Meraner Hoffnung wird postwendend im Keim erstickt. Wozowik zieht von der blauen Linie ab, Bernard kann die Scheibe nicht festhalten und Stephan Deluca sagt „Danke“. 51. Minute: Meran gibt sich aber nicht geschlagen und zeigt großen Charakter. Nach einem Getümmel vor dem Grödner Tor reagiert Tomasini am schnellsten und bugsiert die Scheibe über die Linie. Nur noch 4:3 für Gröden. 59. Minute: Der Gastgeber verwaltet gekonnt den knappen Vorsprung. 91 Sekunden vor Schluss nimmt Merans Trainer Christian Borgatello sein Time-out und seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler vomEis. 60. Minute: Die Meraner Schlussoffensive bringt nichts mehr ein. Um21.42Uhr ertönt die Schlusssirene und es ist amtlich: Der HC Gherdëina ist erstmals Meister der AlpsHL. Und das verdient. Das „Pranives“ erschüttert endgültig in seinen Grundfesten: Auf demEis fliegen Schläger, Handschuhe und Helme, die Spieler liegen sich in den Armen, auf den Rängen gibt es Gesänge und Jubelschreie der freudestrahlenden Fans. Die Grödner Meister-Party kann beginnen. © Alle Rechte vorbehalten „Kompliment an Trainer und Spieler“ Marcel Skokan(Trainer HC Gherdëina): „Ich habe lange auf diesen Moment gewartet und oft davon geträumt, Meister zu werden. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Sie habenUnglaubliches geleistet. Der vierte Sieg war in der Tat der schwierigste. Großes Kompliment an Meran!“ Simon Pitschieler (Kapitän HCG): „Es ist unglaublich. Es freut mich für das ganze Tal, das lange auf diesen Moment warten musste. Wir haben den Rhythmus vom Viertel- und Halbfinale mit ins Finale genommen und gegen Meran nichts anbrennen lassen.“ Julian Senoner (Verteidiger HCG): „Ich hatte ein schwieriges Jahr und vor fünf Monaten meine Mama verloren. Sie hat heute vom Himmel heruntergeschaut und ist stolz auf mich. Ich bin stolz auf jeden einzelnen von uns. Auch wenn alle Lokale im Tal geschlossen sind, werden wir ausgiebig feiern.“ Davide Schiavone(Stürmer HCG): „Am Anfang der Saison hätte ich nie daran gedacht, heute als Meister hier zu stehen. Und das gleich bei meiner ersten Play-off-Teilnahme im Senior-Bereich.“ Walter Ploner (Präsident HCG): „Ich bin überwältigt. Wir haben bereits im Sommer versucht, ein Team auf die Beine zu stellen, um vorne mitzumischen. Wir mussten einige Korrekturen vornehmen und habenamEnde alles richtig gemacht. Kompliment an Trainer und Spieler!“ Joel Brugnoli (Sportdirektor HCG): „Dieser Triumph bedeutet mir alles. Als Claes Endre bei uns eingetroffen ist und nach dem Pre-Play-off habe ich erstmals einen Gedanken an den Meistertitel verloren. Wir hatten großes Glück, ohne schwere Verletzungen durch die Saison zu kommen. Jeder Spieler hat seine Rolle angenommen und auch die Trainer haben großen Anteil an diesemErfolg.“ Christian Borgatello(Trainer HC Meran): „Schade! Wir wurden zuletzt von Verletzungen und Krankheiten arg gebeutelt. Das soll aber keine Ausrede sein. In den ersten drei Spielen waren wir nicht im Final-Modus. Heute waren wir nah dran. Ich bin stolz, dass wir so weit gekommen sind. Jeder einzelne hat seinen Teil dazu beigetragen.“ Philipp Beber (Kapitän HCM): „Wenn ich ehrlich bin, war es einegroßeÜberraschung, dass wir im Finale waren. Deshalb kann ich dieNiederlage leichter ertragen. Die Halbfinalserie gegen Sisak hat uns sehr viel Kraft gekostet. Gratulation an Gröden!“ © STIMMEN AUS GRÖDEN So sehen Meister aus: Der HC Gherdëina schrieb am Samstag Geschichte und holte sich erstmals den Meistertitel in der Alps Hockey League. Alle Fotos auf dieser Seite: Max Pattis -Infografik: M. Lemanski 10./11., 12./13., 14./15. und 17./18. März evtl. 19./20., 21./22. und 24./25. März 26., 28., 31. März und 2. April evtl. 4., 7. und 9. April 11., 14., 16. und 18. April evtl. 21., 23. und 25. April V nach Verlängerung V V Play-off VIERTELFINALE HALBFINALE FINALE BESTOF7 BESTOF7 Alps Hockey League BESTOF7 Zell amSee Wipptal Broncos Asiago Meran Meran 4 1 2 4 2 5 5 2 1 4 1 2 2 6 3 1 3 2 7 1 Zell amSee 6 2 V Cortina Sisak 2 1 2 5 4 3 3 0 4 2 Sisak V Salzburg II Gröden 3 2 2 3 2 3 0 1 9 2 6 2 V 2 3 Gröden 2 1 4 2 5 1 0 5 V V 3 10 2 1 1 4 1 2 3 2 3 4 3 4 1 6 Gröden 4 3 3 2 Meran 6 3 6 2 4 3 MEISTER 2026 Gröden Grödens Kapitän Simon Pitschieler war der erste, der die Meistertrophäe in den Händen halten durfte. Merans Trainer Christian Borgatello (r.) gratuliert Gröden-Coach Marcel Skokan zum Meistertitel. So erzielte Davide Schiavone (rechts) das zwischenzeitliche 3:1. Der Fassaner Stürmer traf im sechsten Spiel in Folge ins Schwarze. Grödens Torhüter Claes Endre und Merans Goalie Andreas Bernard, der seine Karriere beendete. BILDER auf abo.dolomiten.it
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