Sport bei Die Sportredaktion wird eingekleidet von KALTERN • NEUMARKT - Dienstag, 17. März 2026 31 „Der vierte Sieg ist immer der schwierigste. Salzburg wird ihn uns bestimmt nicht schenken.“ Ivan Deluca, Stürmer HC Pustertal TV-Tipp Das heutige Spiel zwischen Olimpija Laibach und dem HCB Südtirol wird ab 19.15 Uhr direkt vom Fernsehsender TV33 übertragen. Das Spiel zwischen dem HC Pustertal und Salzburg ist dagegen restlos ausverkauft. © HC Pustertal kann Geschichte schreiben EISHOCKEY: HCP fehlt gegen Salzburg noch ein Sieg – HCB Südtirol in Laibach BRUNECK/LAIBACH(kp). Der HC Falkensteiner Pustertal hat sich in der Viertelfinalserie („best of 7“) gegen Red Bull Salzburg mit drei Siegen in den ersten drei Spielen eine gute Ausgangsposition geschaffen. Heute können die „Wölfe“ zu Hause Geschichte schreiben. Der HCB Südtirol Alperia steht dagegen in Laibach bereits unter Druck. Erst zum zweiten Mal in der Ligageschichte liegt der zehnfache Champion aus Salzburg in einer Play-off-Serie mit 0:3 zurück: Im Halbfinale 2021 verkürzten die „Roten Bullen“ gegen den Klagenfurter AC noch auf 1:3, schieden dann aber mit 1:4 aus. Nur einmal in der Klub-Geschichte sind die Mozartstädter bisher im Viertelfinale auf der Strecke geblieben. Das war in der Saison 2011/12 gegen den KAC. Seitdem haben die Salzburger immer – 12 Mal – das Halbfinale erreicht (mit Ausnahme der wegen Corona abgebrochenen Playoffs 2020). Nun droht dem Serienmeister erstmals, eine Playoff-Serie ohne Sieg zu verlieren, nachdem Pustertal die ersten drei Spiele mit jeweils einem Tor Unterschied gewonnen hat. Das bislang einzige Mal in der Ligageschichte, dass ein 0:3 in einer Serie noch gedreht werden konnte, war 2010 im Halbfinale, als Wien gegen Linz mit 3:0 führte und am Ende noch mit 3:4 unterlag. „Der vierte Sieg ist immer der schwierigste. Salzburg wird ihn uns nicht schenken und hat noch viel Hoffnung. Wir müssen gleich angreifen wie in den ersten drei Spielen und hart und diszipliniert arbeiten. Dann haben wir gute Chancen“, ist Pustertals Stürmer Ivan Deluca überzeugt. Salzburgs Angreifer Benjamin Nissner kontert: „Wir geben nicht auf. Die Mannschaft ist hungrig, jeder kann noch ein bisschen mehr geben. Wir dürfen nicht zu offensiv agieren und müssen noch mehr auf die Defensive schauen.“ Der HCB Südtirol ist nach der schwer zu verdauenden 2:3-Niederlage vom vergangenen Samstag heute in Laibach gefordert und will den Heimvorteil zurückerobern. Die Bozner Mannschaft ist bereits gestern zu Mittag nach Slowenien gereist. Trainer Doug Shedden wird erst heute die Aufstellung bekannt geben und entscheiden, welche Spieler im Rahmen der Rotation auf der Tribüne Platz nehmen werden. „Spiel 3 haben wir verschenkt. Unser Ziel ist es, mehr Torchancen zu kreieren. Mit viel Verkehr vor ihrem Torhüter und mit einigen schmutzigen Toren, die uns bisher gefehlt haben,“ fordert Bozens Assistenztrainer Fabio Armani. © Alle Rechte vorbehalten VIERTELFINALE („best of 7“) – HEUTE Laibach – HCB Südtirol • • ••••••• 19.15Uhr SR: Fichtner, Ofner (Muzsik, Riecken) – Stand in der Serie: 2:1 Villach – Graz • • ••••••••••••••••••••••• 19.15Uhr SR: A. Huber , Kainberger (Nothegger, Zacherl) – Stand in der Serie: 0:3 Fehervar – Klagenfurt • • ••••••••• 19.15Uhr SR: Hronsky, Zrnic (Puff, Zgonc) – Stand in der Serie: 0:1 HC Pustertal – Salzburg• • •••••• 19.45Uhr SR: M. Nikolic, Smetana (Bedynek, Mantovani) – Stand in der Serie: 3:0 © ICEHL: PLAY-OFF „Adler“ können ins Halbfinale fliegen ALPSHL: HC Meran ist im Viertelfinale gegen Asiago nur noch einen Sieg von der Vorschlussrunde entfernt BOZEN (kp). Der HC Meran Pircher ist drauf du dran, erstmals das Halbfinale der Alps Hockey League (AlpsHL) zu erreichen. Die Mannschaft von Trainer Christian Borgatello liegt in der Viertelfinalserie („best of 7“) gegen den HC Asiago mit 3:0 in Führung und kann heute vor eigenem Anhang den Sack zumachen. „Die „Adler“ rufen im wichtigsten Moment der Saison ihre besten Leistungen ab und sind seit nunmehr neun Spielen ungeschlagen. Der Schlüssel für diese Siegesserie ist die starke Defensivleistung um den überragenden Torhüter Andreas Bernard, der gegen Asiago in 180 Minuten erst viermal hinter sich greifen musste. Dabei stellte Asiago im Grunddurchgang mit 140 Toren in 36 Spielen (im Schnitt 3,88 Tore pro Spiel) die zweitbeste Offensive. Im Play-off geriet der Angriffsmotor des Italienmeisters um LigaTopskorer Ryan Valentini (noch kein Tor) aber ins Stocken. Beim HCM wird heute Enrico Larcher aufs Eis zurückkehren. Die Wipptal Broncos Weihenstephan sind die einzige der drei Südtiroler Mannschaften, die nach den ersten drei Spielen in der Serie zurückliegt. In den bisherigen drei Spielen hat stets der Heimvorteil den Ausschlag gegeben. Wenn es nach den „Wildpferden“ geht, dann soll sich das auch heute nicht ändern. Trainer Johan Sjöquist muss jedoch gleich drei verletzte Spieler vorgeben. Zu Alex Planatscher gesellten sich am Samstag bei der 2:5-Niederlage in Zell am See mit Alessio Niccolai und Johannes Gschnitzer zwei Verteidiger hinzu. Zudem wurden Daniel Soraruf für ein Spiel und Alex Zecchetto für drei Spiele gesperrt. Die bisherigen drei Viertelfinalduelle zwischen dem HC Gherdëina valgardena.it und Salzburg II Juniors endeten jeweils 3:2. Zweimal konnten sich die Ladiner durchsetzen. Am Sonntag feierte der HCG in Salzburg nach Verlängerung den nächsten knappen Erfolg – erneut war Vlastimil Dostalek der entscheidende Mann. Der Tscheche erzielte in den letzten zwei Aufeinandertreffen jeweils das Siegestor. Die „Furie“ gewannen vier ihrer letzten fünf Heimspiele, während die „Jungbullen“ aus ihren vergangenen acht Auswärtspartien nur einen Sieg verbuchen konnten. Bei den Hausherren stand gestern ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Luke Moncada. Der Italokanadier war vorgestern in Salzburg im letzten Drittel nicht mehr aufs Eis zurückgekehrt. © Alle Rechte vorbehalten PERGINE (kp). Der SV Kaltern Rothoblaas will den Ausrutscher zum Halbfinalauftakt in der Italian Hockey League (IHL) heute Abend wettmachen. Der Titelverteidiger bezog am Samstag gegen Pergine eine 2:4-Heimniederlage und will heute Abend aus der „Best-of-5“- eine „Best-of-3“-Serie machen. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, müssen Andreas Vinatzer (imBild) und Co. in erster Linie vor dem Tor des fehlerlosen Moritz Steiner kaltschnäuziger werden und aus den Chancen mehr machen. © Aus „Best of 5“ soll „Best of 3“ werden ALPSHL: PLAY-OFF VIERTELFINALE – HEUTE SPIEL 4 Meran – Asiago• • •••••••••••••••••••• 20.00Uhr SR: F. Rivis, Voican (Callovini, Veselka) – Stand in der Serie: 3:0 Wipptal Br. – Zell am See ••••••20.00Uhr SR: Holzer, Winkler (Divis, Strimitzer) – Stand in der Serie: 1:2 HC Gherdëina – Salzburg II •••20.30Uhr SR: R. Huber, Lazzeri (Fecchio, J. Seewald) – Stand in der Serie: 2:1 Cortina – Sisak• • •••••••••••••••••••• 20.30Uhr SR: Piniè, Unterweger (Dummermuth, P. Brondi,) – Stand in der Serie: 1:2 © HALBFINALE – HEUTE SPIEL 2 Pergine – Kaltern• • •••••••••••••••• 20.30Uhr SR: Biacoli, Zatta (Farkas, Plancher) – Stand in der Serie: 1:0 Varese – Aosta • • ••••••••••••••••••••• 20.30Uhr SR: Lottaroli, Volcan (Alberti, Cusin) – Stand in der Serie: 0:1 © IHL: PLAY-OFF Der HCB Südtirol ist chancenreicher Rekordanwärter Ich dachte eigentlich, ich hätte tatsächlich ziemlich alles erfahren, was Eishockey so zu bieten hat. In mehr als einem halben Jahrhundert und über 4.000 Eishockeyspielen, die ich zwischen Toronto und Nagano, zwischen Lillehammer, Bilbao und Moskau erlebt habe, sah ich oft Unglaubliches. Als 13-Jähriger fieberte ich mit dem HC Bozen im Zweikampf gegen Favorit Mailand um den ersten Meistertitel mit. Was damals „Eishockeypapst“ Pepi Außersdorfer, im Frühjahr 1963 über Ciccio Ferraris, Robert Psenner, Alfredo Coletti und Heini Bacher in den „Dolomiten“ schrieb, verschlang ich täglich. Dann, zehn Jahre später – inzwischen Journalist – HCB-Meistertitel Nr. 2 im Entscheidungsspiel in St. Ulrich gegen den damaligen Seriensieger Cortina. Dieser führte nach zwei Dritteln mit 4:1. In der Umkleide knallten schon die Sektkorken. In sieben Minuten zauberten Hubert Gasser, Gino Pasqualotto, Raimondo Refatti und Rolly Benvenuti aus dem Rückstand ein 5:4. Tief im Gedächtnis hat sich viel Erlebtes festgekrallt. Beispiel 1974. C-WM in Grenoble. Da „spazierte“ Gianfranco Da Rin nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe barfuß, die Schlittschuhe in der Hand, quer über die Eisfläche. Die Fans johlten. EIN BLICK ZURÜCK Dann Jahre später die „Freundschaftspartie“ in Lugano zwischen Italien und der Schweiz. Das Match wurde im zweiten Drittel nach fast dreistündiger „Spielzeit“ nach einer fürchterlichen Schlägerei abgebrochen. Im Mittelpunkt: Jim Corsi. Er hielt seinen Torhüterstock verkehrt herum: es sah aus, als hielte er ein Maschinengewehr in den Händen und zielte damit ins Publikum. Die Halle tobte. Dave Chambers und sein Team für die WM 1982 wurden aus der Resega gejagt. Es war tatsächlich zum Schämen. Es gäbe tausende solcher Geschichten zu erzählen, die das hiesige Eishockey geschrieben hat. Von Michael Mair, der im Laufe der gesamten A-WM in Tampere tatsächlich ein einziges Mal (!) den Puck berührte und mit seinem Tor den 7:5-Sieg über die USA sicherstellte. Oder vom wunderbarsten Spieler, den der HCB je hatte: Rudi Hiti. Ihm wurde in Heerenveen von den Flyers das Gebiss total zertrümmert. Er aber spielte weiter. Da wäre auch noch Ray Podloski, der das allererste Tor in der Eiswelle erzielte, oder der legendäre Wolga-Express mit Igor Maslennikow und Sergej Vostrikow und die Ikone Jaromir Jagr. Berauschende Höhenflüge und schauerliche Abgründe faszinieren Eishockeyfans seit jeher. Nicht aus der Steinzeit sind das Traumjahr Tom Pokels in Bozen und die Meisterleistung von Kai Suikkanen. Er führte den HCB vom letzten Tabellenplatz zum zweiten Triumph in der ICEHL, die damals noch EBEL hieß. Es folgte der von allen tief bedauerte Rücktritt von „Jahrhundert“-Kapitän Alexander Egger. Es gibt für alles, was geschieht, immer ein allererstes Mal. Einen so katastrophalen Einbruch wie jenen des HCB Samstagnacht habe ich allerdings noch nie erlebt. Fulminante Schockstarre pur. In 38 Sekunden war der schreckliche Spuk vorbei. Olimpija Laibach hat etwas mehr als eine halbe Minute nach Lehrbuch gespielt, das Spiel von 0:2 auf 3:2 gedreht …und der HCB fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Der HCB ging stehend k.o. Über 3.900 Zuschauer waren fassungslos. Auch weil die Bank reaktionslos ins Verderben rannte, statt zu handeln. Was sich noch vor kurzem zumindest als Finalspiel-Anwärter präsentiert hat, wurde in Sekundenschnelle zum ScherbenhauVon FranzSinn fen. Die als unsinkbar geltende Titanic verschwand nach der Kollision mit einem Eisberg nach 160 Minuten im Nordatlantik. Der HCB ging in 38 Sekunden sangund klanglos unter. Den Rekord in der ICEHL für den schnellsten Dreierpack haben übrigens am 18. September 2015 die Vienna Capitals aufgestellt, als sie beim 7:1 gegen Znojmo innerhalb von 31 Sekunden dreimal zulangten. Die europäische Bestmarke für die schnellsten drei Tore liegt bei 17 Sekunden. Aufgestellt von Servette Genf am 23. Dezember 2015 gegen Fribourg-Gotteron. In dem labilen, zutiefst verwundbaren Zustand wie sich der HCB zumindest in den letzten zwei Heimspielen präsentierte, ist er chancenreicher Rekordanwärter. © Alle Rechte vorbehalten IHL Women: Eagles so gut wie im Finale ZOLDO (kp). Der EVB Eagles Südtirol hat in der IHL Women das Finalticket bereits nach dem ersten Halbfinalspiel so gut wie gelöst. Die „Adler“ feierten gestern Abend gegen Zoldo einen 12:3-Auswärtssieg. Die Tore erzielten Annalisa Giuliani, Emma Cereghini, Kristen Guerriero (je 3), Giorgia Todesco (2) und Kylie Aquaro. © Sollten Thomas Raffl und Co. heute Abend in Bruneck erneut straucheln, dann wäre für Salzburg die Saison vorzeitig zu Ende und der HC Pustertal würde im Halbfinale stehen. Fotos auf dieser Seite: Max Pattis (6) Der HCB Südtirol steht heute in Laibach unter Druck. Im Bild: Ein Zweikampf zwischen Zach Boychuk und Brett Pollock (v.l.). Der HC Meran und Daniel Gellon wollen heute Abend den HC Asiago und Michele Stevan erneut auf Glatteis führen. Annalisa Giuliani war gestern an drei Eagles-Toren beteiligt. kp Der HC Gherdëina empfängt heute Salzburg II. Im Bild: Eine Härteeinlage von Carmine Buono gegen Adrian Gesson.
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