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„Niemand gibt sich mit dem bisher Erreichten zufrieden“ EISHOCKEY: Patrick Bona, Sportdirektor des HC Pustertal, blickt auf das Halbfinale gegen Olimpija Laibach BRUNECK. Der HC Falkensteiner Pustertal steht bei seiner fünften Teilnahme an der ICE Hockey League (ICEHL) zum zweiten nach 2024 im Halbfinale. Ab Sonntag treffen die „Wölfe“ in der „Bestof-7“-Serie auf Olimpija Laibach und haben Heimvorteil. Gegen die Slowenen hat die Mannschaft von Trainer Jason Jaspers in dieser Saison drei Siege gefeiert (5:3, 4:1 und 3:2 n.V.) und nur eine Niederlage (3:6) einstecken müssen. Bei den Pusterern ist in diesem Winter die Mannschaft der Star. Großen Anteil daran hat Sportdirektor Patrick Bona, der im vergangenen Sommer die verschiedenen Puzzleteile zu einem großen Ganzen aneinander gereiht hat. Im nachfolgenden Interview blickt der 45-jährige, ehemalige Stürmer zurück auf das Viertelfinale gegen Salzburg und voraus auf das Halbfinale gegen Laibach. „D“: Der HC Pustertal bekommt es ab Sonntag im Halbfinale mit Olimpija Laibach zu tun. Zufrieden? Patrick Bona: Ja. Ich bin in erster Linie froh, dass wir seit Mittwoch den Gegner kennen und nicht bis zum siebten Spiel am Freitag in Klagenfurt warten mussten. Wie schon im Viertelfinale nehmen wir jeden Gegner. Wir werden am Sonntag bereit sein und in Bestbesetzung antreten können. „D“: Hätten Sie lieber Klagenfurt als Gegner gehabt? Bona: In diesem Moment der Saison kann man sich den Gegner nicht aussuchen. Es spielt keine Rolle, ob wir gegen Laibach oder Klagenfurt spielen. Beides sind sehr starke Mannschaften. „D“: Was sind die Stärken der Slowenen? Bona: Sie verfügen über ein starkes Kollektiv, aus dem einige Spieler besonders herausragen. Ihr Powerplay zählt zu den besten der Liga. Es ist eine sehr gefährliche und hungrige Mannschaft, der wir mit dem nötigen Respekt begegnen werden. „D“: Der HC Pustertal hat Laibach in den vergangenen zwei Jahren jeweils im Pre-Play-off aus dem Weg geräumt. Sind aller guten Dinge wirklich deren drei? Bona: Ich hätte nichts dagegen. Es wäre schön, wenn sich dieser Spruch bewahrheiten würde. „D“: Zwischen Spiel vier gegen Salzburg und dem Halbfinal-Auftakt gegen Laibach am Sonntag liegen zwölf Tage. Könnte die lange Pause ein Problem sein? Bona: Einige Tage Pause nach einer Serie sind wichtig, um zu regenerieren. Nach zwölf Tagen ohne Spiel wird zum Serien-Auftakt wohl ein wenig der Rhythmus fehlen. Laibach hat die Serie gegen den HCB Südtirol zwei Tage später beendet und hatte folglich auch eine längere Pause. Wir hatten in diesem Winter bereits einige Meisterschaftsunterbrechungen: Während den Olympischen Spielen sind wir knapp drei Wochen und nach Abschluss des Grunddurchgangs bis zum Playoff-Auftakt zehn Tage „gestanden“. Jetzt ist es einfach höchst an der Zeit, dass es weiter geht. Die Spieler sind heiß auf die kommenden Spiele. „D“: Der HC Pustertal hat Laibach in dieser Saison drei Mal geschlagen. Welche Bedeutung haben diese drei Siege? Bona: Auch wenn alles Bisherige nicht mehr zählt, weil die Serie bei Null beginnt und im Play-off andere Gesetze gelten, könnten die drei Siege ein gutes Omen sein. Wir haben im Grunddurchgang auch gegen Salzburg drei Mal gewonnen und dann im Viertelfinale die Oberhand behalten. Es kann schon ein Vorteil sein, da wir wissen, wir können Laibach schlagen und werden deswegen mit viel Selbstvertrauen in die Serie gehen. „D“: Wie wichtig ist der Heimvorteil? Bona: Wir sind glücklich und froh, dass wir gleich zu Beginn und in einem eventuellen siebten Spiel vor unseren Fans spielen können. Das ist schon ein Vorteil und diesen haben wir uns auch hart erkämpft. Es ist ein Wahnsinn, wenn man im Halbfinale als Fünfter Heimvorteil hat. Erfreulich ist, dass Spiel eins und drei innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren. „D“: Wenn Sie mit ein paar Tagen Abstand das Viertelfinale gegen Salzburg Revue passieren lassen, wie lange haben Sie gebraucht, bis Sie den Sweep gegen den Serienmeister realisiert haben? Bona: Wir waren vor der Serie überzeugt, dass wir Salzburg schlagen können. Das soll jetzt nicht überheblich klingen. Dass es am Ende ein Sweep wird, hätten wir uns aber nie erträumt. Schließlich war es zum ersten Mal, dass Salzburg in einer Playoff-Serie kein einziges Spiel gewonnen und vier Niederlagen kassiert hat. Dass wir etwas Großartiges geleistet haben, ist mir erst dann so richtig bewusst geworden, als die österreichischen Zeitungen das Thema medial aufgebauscht haben. Wir haben die Serie verdient gewonnen und sind stolz darauf, werden aber mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. „D“: Was hat in der Serie gegen die Salzburger Millionen-Truppe den Ausschlag gegeben? Bona: In erster Linie war es der Wille der Spieler die taktische Disziplin einzuhalten und umzusetzen. Entscheidend war auch der Kampfgeist, der Zusammenhalt und die mentale Stärke. Das Trainerteam hat die Spieler richtig auf den Gegner eingestellt. Zudem war Eddie Pasquale überragend. Er hat wieder einmal den Beweis erbracht, dass der Torhüter die wichtigste Figur im Eishockey ist. „D“: Was zeichnet Ihre Mannschaft aus? Bona: Wir haben keine Superstars, sondern durchwegs fleißige Arbeiter. Jeder hat seine Rolle, stellt sich in den Dienst der Mannschaft und kämpft für den anderen. Alle sind gewillt zu rackern und Schüsse zu blocken. Zudem passen der Charakter und die Einstellung der Spieler. „D“: Sie standen oft auch in der Kritik. Wie sehr haben Sie die vergangenen Tage genossen? Bona: Die Genugtuung über das Erreichte ist schon groß. Man kann stolz sein über das, was man zusammengestellt hat. Kritik gehört dazu; man muss mit ihr leben. Wichtig ist, dass man aus Fehlern lernt. Ich bin mit Sicherheit erfahrener als noch vor fünf Jahren. Ich habe mir im vergangenen Sommer bei der Verpflichtung der Spieler viele Informationen eingeholt. Es war bestimmt auch Glück dabei, aber dieses muss man sich erarbeiten. „D“: Der HCP war gegen Salzburg Außenseiter und hat diese Rolle ausgenutzt. Sind die „Wölfe“ gegen Laibach der Favorit? Bona: Für mich gibt es in dieser Serie keinen Favoriten. Zwischen dem HC Pustertal und Laibach gibt es viele Parallelen. Beide sind im Sommer 2021 in die ICEHL gewechselt und den gleichen Weg gegangen, nachdem sie sich zuvor in der AlpsHL viele Schlachten geliefert hatten. Es sind zwei Arbeitervereine, die vom Budget her weit von den reichsten Klubs entfernt sind. Für mich ist alles möglich, auch wenn ich überzeugt bin, dass wir die Serie gewinnen können. Am Ende werden wie so oft die famosen Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen. „D“: Was ist in dieser Saison noch möglich? Bona: Es kann alles passieren. Unsere Spieler haben Eier und viel Potenzial. Unsere Reise ist noch nicht zu Ende. Niemand gibt sich mit dem bisher Erreichten zufrieden. © Alle Rechte vorbehalten Interview: Kurt Platter Am Ende jubelt doch noch der Favorit ALPSHL:Zell am See hat zum Halbfinalauftakt gegen den HC Gherdëina mehr Mühe als erwartet und gewinnt 2:1 n.V. ZELL AM SEE (kp). Lange Zeit schaute es gestern in Zell am See danach aus, als würde der HC Gherdëina valgardena.it gegen den Titelverteidiger mit einem Sieg in die Halbfinalserie der Alps Hockey League (AlpsHL) starten. Die Ladiner lagen gegen den Titelaspiranten bis gut drei Minuten vor Schluss mit 1:0 in Führung, ehe die Hausherren ausglichen und in der Verlängerung mit 2:1 die Oberhand behielten. Die Gäste nahmen den Schwung vom Dienstag aus Salzburg mit ins nur 80 Kilometer entfernte Zell am See. Sie konnten sich wieder einmal auf ihren Torhüter Claes Endre verlassen, der ein Fels in der Brandung war und 36 Schüsse abwehrte. Vor ihm rührten Sacha Guimon und Co. ordentlich Beton an und ließen die Gegner nie richtig zur Entfaltung kommen. In der Vorwärtsbewegung setzten die Ladiner indes immer wieder Nadelstiche. Die Spieler beider Mannschaften warfen alle taktischen Zwänge schnell über Bord und suchten zur Freude der mehr als 2.000 Zuschauer ihr Heil in der Offensive. Nach nur acht Sekunden gab es bereits den ersten Abschluss durch Martin Castlunger, während auf der anderen Seite Kilian Rappold nur zehn Sekunden später die Reflexe von Endre prüfte. Matteo Luisetti und Guimond verpassten nach Gegenstößen noch die Grödner Führung, für die dann Luke Moncada sorgte: Der Italokanadier tankte sich in Überzahl auf der linken Seite durch und schob den Puck vom Bullypunkt durch die Schoner von Schmidt. Rappold und Bernhard Fechtig hatten in der Folge den Ausgleich auf dem Schläger, während Vlastimil Dostalek und Dimitri Wozowik kurz vor dem ersten Seitenwechsel erstklassige Chancen liegen ließen. Im Mittelabschnitt waren die Hausherren zwar bemüht, fanden aber nur selten ein Mittel, um den Grödner Abwehrriegel zu knacken und Endre in Verlegenheit zu bringen. Auch nicht, als Guimond für vier Minuten in der „Kühlbox“ schmorte. Tim Coffman und Christian Jennes kamen in dieser Phase dem Ausgleich am nächsten, doch dieser sollte nicht gelingen. Im dritten Drittel schrammte Nick Huard mit einem Pfostentreffer nur knapp am Ausgleich vorbei. Diesen besorgte schließlich Jennes mit einem hammerharten Schuss. In der Verlängerung ging es dann schnell: Nach 38 Sekunden verabschiedete sich Stephan Deluca auf die Strafbank und nur 15 Sekunden später lenkte Huard die Scheibe nach einem Schuss von Devin Steffler entscheidend ab. Die Serie wird morgen um 17.30 Uhr in Wolkenstein fortgesetzt. © Alle Rechte vorbehalten Jetzt fehlt nur noch ein Sieg IHLDIV. I:HCP Junior Selection schlägt Chiavenna 7:3 BRUNECK (kp). Dem HCP Junior Selection fehlt in der IHL Division I nur noch ein Sieg, um den HC Chiavenna als Meister zu entthronen. Die Mannschaft von Trainer Max Oberrauch feierte gestern Abend im zweiten Spiel der „Best-of-5“-Serie einen ungefährdeten 7:3-Heimsieg gegen die Lombarden und kann am morgigen Samstag ab 18 Uhr in der Intercable Arena bei einem weiteren Sieg den Meistertitel feiern. Lukas De Lorenzo Meo sorgte zur Freude der mehr als 500 Zuschauer nach nur elf Sekunden für einen Auftakt nach Maß. Die Pusterer feuerten mehr als doppelt so viele Schüsse ab wie die überforderten Gäste (38:16) und zogen bis zur 32. Minute dank Toren von Gregor Großgasteiger (2), Hannes Monthaler und Philipp Piffrader auf 5:0 davon. Nach dem Anschlusstreffer durch Alex Zorloni schraubten Elias Hell und Raffael Pohlin das Ergebnis im Schlussdrittel auf 7:1, ehe Davide Maraffio und Alex Tava jeweils im Powerplay noch Ergebniskosmetik betrieben. © Alle Rechte vorbehalten 36Sport Freitag, 27. März 2026 - AlpsHL: Play-off HALBFINALE – SPIEL 1 Zell am See – HC Gherdëina • • •••••••••••••••••••••••••• n.V. 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) SR: Lazzeri, Winkler (P. Brondi, Strimitzer) Tore: 1. Drittel: 0:1 Moncada (8.58/PP); 3. Drittel: 1:1 Jennes (16.48); Verlängerung: 2:1 Huard (0.53/PP). Strafminuten: Zell am See 2 – Gröden 8 PP=Powerplay/Überzahl SH=Shorthander/Unterzahl EN=Schuss ins leere Tor © Zum ersten Mal ist in der ICEHL mit den Graz99ers nur ein Team aus den Top vier des Grunddurchgangs im Halbfinale vertreten, und zum ersten Mal sind Vertreter aus allen vier Liga-Nationen in der Vorschlussrunde. Es ist zudem das erste Mal in der Ligageschichte, dass nur ein österreichisches Team im Halbfinale vertreten ist. In den Halbfinals 2024 und 2012 waren es „nur“ zwei österreichische Teams, ansonsten immer mindestens drei. © Genießt den Augenblick und freut sich auf das Halbfinale gegen Olimpija Laibach: Patrick Bona, Sportdirektor des HC Pustertal. Luke Moncada erzielte in Zell am See den einzigen Grödner Treffer. -Infografik: M. Lemanski 10./11., 12./13., 14./15. und 17./18. März evtl. 19./20., 21./22. und 24./25. März 26., 28., 31. März und 2. April evtl. 4., 7. und 9. April 11., 14., 16. und 18. April evtl. 21., 23. und 25. April V nach Verlängerung Play-off VIERTELFINALE HALBFINALE FINALE BESTOF7 BESTOF7 Alps Hockey League BESTOF7 Zell amSee Wipptal Broncos Asiago Meran Meran W 4 1 2 4 2 5 5 2 1 4 1 2 2 6 3 1 3 2 7 1 Zell amSee 6 2 V Cortina Sisak 2 1 2 5 4 3 3 0 4 2 Sisak V Salzburg II Gröden 3 2 2 3 2 3 0 1 9 2 6 2 V 2 3 Gröden 2 1 V Kapitän Michael Purdeller (rechts) bereitete gestern beim 7:3-Sieg des HCP Junior Selection gegen Chiavenna drei Tore vor. Fotos: Max Pattis (3) Lukas De Lorenzo Meo und Renè Purdeller (von links) jubeln. BILDER auf abo.dolomiten.it

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