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- Donnerstag, 15. Jänner 2026 Sport 27 Zum zweiten Mal in Folge blieb Boston in der NHL ohne Gegentor. Die Bruins feierten gegen die Detroit Red Wings einen 3:0-Sieg. Torhüter Jeremy Swayman entschärfte alle 24 Schüsse. Leon Draisaitl (ein Tor und zwei Assists) war in Nashville an allen Treffern der Edmonton Oilers beteiligt, konnte das 3:4 n.V. aber nicht verhindern. Der Schweizer Verteidiger Roman Josi erzielte das 3:3 und in der Verlängerung den Siegtreffer für die Predators. © Das dritte Spiel bei der U18-WM der Division I Gruppe A in Klobenstein bestreiten heute Abend Italiens Frauen. Die Mannschaft von Trainer Luca Byrne(im Bild), die beide bisherigen Spiele verloren hat, trifft nach dem gestrigen Ruhetag heute um 20 Uhr auf Deutschland. © Ein Pass, ein Sieg und eine Baustelle EISHOCKEY:HCB Südtirol siegt bei Fehervar dank eines starken Schlussdrittels, eines Geistesblitzes von Gildon und zwei Toren von Gersich mit 4:3 SZEKESFEHERVAR(ah). Ein Geniestreich von Max Gildon, Doppeltorschütze Shane Gersich und ein Drittel wie aus einem Guss retten den HCB Südtirol Alperia auswärts gegen Fehervar. Doch hinter dem 4:3 verbirgt sich weiter eine defensive Baustelle, die vor den Play-offs in der ICE Hockey League (ICEHL) aufgeräumt werden muss. Wer diesem Spiel nur mit einem Blick aufs Resultat begegnet, könnte glauben, Bozen habe sich mit einem Kraftakt zurückgemeldet. 4:3 gegen Fehervar, nach Rückstand, mit spätem Siegtor, auswärts, nach drei Niederlagen in Folge. Drei Punkte, die auf dem Papier glänzen. Doch der Lack blättert bei den „Foxes“ in der Abwehr weiter. Es war nicht das Spiel selbst, das den Eindruck vermittelte, hier wachse etwas zusammen. Es war ein Drittel. Ein einziges. Und auch dieses war weniger die Konsequenz eines funktionierenden Systems als einer Trotzreaktion. Einer wütenden und verzweifelten. Doug Shedden, der kanadische Coach mit dem Pokerface eines Buchhalters, hatte in der zweiten Pause offenbar klare Worte gefunden. Sehr klare. Vielleicht auch laute. In den letzten 20 Minuten stand plötzlich eine andere Mannschaft auf dem Eis. Oder zumindest: Drei Viertel einer anderen Mannschaft. Shedden kürzte seine Rotation, ließ früh nur noch mit drei Linien spielen, eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Die Beine schneller, die Checks härter, die Angriffe zielstrebiger. Gersich lief, Brad McClure traf, und selbst Max Gildon, bis dahin Inbegriff der Unvernunft mit drei völlig unnötigen Strafen, fand Erlösung in einem Moment technischer Eleganz: Sein Querpass auf Gersich zum 4:3 war genial und siegbringend. Doch bis dahin war es ein HCB, den man aus den letzten Wochen zur Genüge kennt. Dass das Team in der Offensivzone mehrheitlich den Puck kontrollierte, ist eine statistische Fußnote. Es fehlte gestern wieder die Wucht. Die Entschlossenheit. Die Konsequenz. Das Spiel auf engem Raum war eine Zumutung für viele der Bozner Offensivkräfte. Dustin Gazley, Luca Frigo, Daniel Mantenuto und McClure verzweifelten immer wieder an den kompakten Ungarn, an deren Disziplin, an derenBiss. Die ersten beiden Drittel wirkten wie eine Reprise der jüngsten Niederlage gegen Villach. Zu langsam im Umschaltspiel, zu weich in den Zweikämpfen. Die Defensivbewegung war eine Zeitlupe in mehreren Akten, Philip Samuelsson und Dylan DiPerna dabei die tragischen Hauptdarsteller. Hüftsteif, unbeweglich, orientierungslos. Zwei Spieler, die das Zentrum sichern sollen, öffnen es mit ihrer Trägheit wie ein Vorhang. Das 1:2 binnen 28 Sekunden im zweiten Drittel war ein Sinnbild. Erst ließ sich DiPerna auf dem linken Flügel von Istvan Terbocs düpieren. Ein Szenario, das eher an ein Trainingsspiel mit offener Verteidigung erinnerte. Dann klaffte das Zentrum offen wie ein Scheunentor, ein einziger Pass reichte und Janos Hari vollendete unbedrängt. Und trotzdem: Dieses Spiel wurde gewonnen. Auch, weil es einzelne Lichtblicke gab. Gersich, der mit zwei Toren nicht nur effektiv, sondern auch spielbestimmend war. Matt Cairns, der im Vergleich zum verletzten Jason Seed wie ein Upgrade wirkte, physisch präsent, passsicher, solide. Und Goalie Christopher Gibson, der mit karibischen Wurzeln und finnischer Gelassenheit Bozen überhaupt im Spiel hielt. Es bleibt das Gefühl: Dieses Bozen kann jederzeit Spiele gewinnen und jederzeit wieder auseinanderfallen. Ein Drittel reicht dafür schon. In beide Richtungen. © Alle Rechte vorbehalten Die „Jungbullen“ enteilen der Konkurrenz ALPSHL: Salzburg II feiert 5:3-Auswärtssieg gegen den HC Gherdëina und baut die Tabellenführung aus WOLKENSTEIN (kp). Salzburg II bleibt in der Alps Hockey League (AlpsHL) das Maß der Dinge. Gestern Abend bauten die „Jungbullen“ dank eines 5:3Auswärtssieges gegen den HC Gherdëina valgardena.it die Tabellenführung aus. In den ersten 20 Minuten erbrachten die Gäste aus der Mozartstadt eindrucksvoll den Beweis, warum sie derzeit die Tabelle anführen. Sie waren eine Klasse besser und münzten die Überlegenheit auch in zwei Tore um. Nach gut vier Minuten eröffnete Adrian Gesson den Torreigen, nachdem er von dem hinter dem Tor postierten Paul Schuster mustergültig in Szene gesetzt wurde. Nach einem einstudierten Bully schob Maximilian Wurzer die Hartgummischeibe elegant durch die Beinschoner von Torhüter Matthias Rindone. Die Hausherren kehrten nach dem ersten Pausentee wie verwandelt aufs Eis zurück. Matteo Luisetti und Vlastimil Dostalek scheiterten zunächst noch am Pfosten, ehe Luke Moncada nach einer feinen Einzelleistung das überfällige 1:2 erzielte. Die Ladiner blieben am Drücker, doch als Dimitri Wozowik in der „Kühlbox“ schmorte, mussten sie den dritten Gegentreffer nach einer Direktabnahme von Florian Lanzinger hinnehmen. 44 Sekunden später hielt Carmine Buono die Grödner Hoffnungen mit einem Distanzschuss, bei dem der Puck zum zweiten Mal hinter Torhüter Luca Haitzmann einschlug, am Leben. Das Schlussdrittel begann mit dem vierten Treffer der Gäste durch Lukas Greil, der per Nachschuss zur Stelle war. In der Folge verflachte die Partie aufgrund zahlreicher Unterbrechungen zusehends. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr warfen die „Furie“ alles nach vorne und wurden mit dem 3:4 durch Hannes Kasslatter belohnt. Als Rindone für einen zusätzlichen Feldspieler Platz gemacht hatte, fixierte Jesse Juhola 17 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor den 5:3-Endstand. © Alle Rechte vorbehalten Julius Ramoser: Auf Debüt folgt Premiere DEL: Der 23-jährige Stürmer aus Oberbozen, der im November seine ersten Länderspiele für Italien bestritten hat, erzielt sein erstes Tor WOLFSBURG (kp). Er ist neben den beiden Verteidigern Alex Trivellato (Schwenningen) und Peter Spornberger (Ingolstadt) derzeit einer von drei Südtirolern in der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Stürmer Julias Ramoser aus Oberbozen feierte in diesem Winter ein Debüt und eine Premiere. Das Debüt liegt bereits gut zwei Monate zurück. Am 6. November 2026 bestritt der 23-Jährige beim „European Cup of Nations“ im polnischen Sosnowiec sein erstes Länderspiel für Italien. Obwohl die „Azzurri“ gegen den Gastgeber mit 2:4 verloren haben, war es für Ramoser ein Highlight in seiner noch jungen Karriere. „Es war ein verrücktes Gefühl, für das eigene Land, für Italien auf dem Eis zu stehen. Das Trikot mit den italienischen Farben zu tragen, war eine große Ehre für mich“, sagte Ramoser nach seinem ersten Spiel für Italien. „Es war natürlich schade, dass wir das erste Spiel gegen Polen verloren haben. Wir haben es aber geschafft, gegen Slowenien darauf zu antworten und zu zeigen, dass wir in der Vorbereitung auf Olympia da sind. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ein Tor oder ein Assist wäre die Krönung gewesen. Schade, dass das nicht geklappt hat, aber im Großen und Ganzen bin ich echt zufrieden.“ Das zweite Länderspiel bestritt der Oberbozner am 8. November beim 3:2-Sieg gegen Slowenien. „Durch die Strafe, die ich rausgeholt habe, durften wir in Überzahl spielen und Alessandro Segafredo erzielte wenig später den 3:2-Siegtreffer, weshalb wir das Turnier mit einem Sieg beenden konnten. Das war auch für mich eine Erleichterung, weil siegen immer mehr Spaß macht als verlieren“, sagte der Cousin des einstigen Nationalstürmers Joachim Ramoser. Apropos Olympia: Obwohl der definitive Kader von Gastgeber Italien erst an diesem Samstag bekannt gegeben wird, sind die Chancen gering, dass Julius Ramoser in einem knappen Monat an den Olympischen Spielen in Mailand teilnehmen wird. Da dürfte auch seine Tor-Premiere in der DEL wenig ändern. Am Sonntag gelang dem bulligen Angreifer im 40. DEL-Einsatz sein erster Treffer. Nach Vorarbeit von Matt White eröffnete der Südtiroler, der dank seiner aus Bayern stammenden Mutter Julia neben dem italienischen auch den deutschen Pass besitzt und bereits 15 Länderspiele für Deutschlands Jugendauswahlen bestritten hat, beim 5:2-Heimsieg der Grizzly Wolfsburg gegen die Löwen Frankfurt den Torreigen. „Da ist jetzt ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. Das Gefühl ist mega, einfach geil,“ sagte der 1:0-Torschütze nach dem Spiel. Ramoser sicherte sich natürlich auch den Puck seines DebütTreffers. Passenderweise waren auch seine Eltern Julia und Klause zu Besuch in Wolfsburg und konnten das erste Tor des Sohnes hautnah erleben und feiern. © Alle Rechte vorbehalten Shane Gersich (HCB Südtirol) Fehervar – HCB Südtirol • • •••••••••••••••• 3:4 (0:1, 2:0, 1:3) SR: Piragic, Smetana (Riecken, Vaczi) Tore: 1. Drittel: 0:1 Mantenuto (14.36); 2. Drittel: 1:1 Terbocs (11.59), 2:1 Hari (12.27); 3. Drittel: 2:2 McClure (4.17), 2:3 Gersich (16.34), 3:3 Hari (17.35), 3:4 Gersich (19.07). Strafminuten: Fehervar 2 – HCB 8 Zuschauer: 3.160 PP=Powerplay/Überzahl SH=Shorthander/Unterzahl EN=Schuss ins leere Tor © ICEHL ICE Hockey League Fehérvár–HCB Südtirol 3:4 Linz–Ferencvárosi 5:1 1. EC Klagenfurt 36 25 11 126:85 77 2. Graz99ers 36 25 11 119:77 75 3. HCB Südtirol 36 22 14 129:91 69 4. EC Salzburg 37 24 13 121:76 69 5. Olimpija Ljubljana 38 23 15 139:106 65 6. HC Pustertal 35 20 15 122:97 60 7. Fehérvár 37 17 20 89:116 52 8. Linz 37 18 19 119:119 49 9. Ferencvárosi 37 14 23 99:132 47 10. Vienna Capitals 36 15 21 89:108 46 11. EC Villach 35 14 21 108:120 44 12. Vorarlberg 35 11 24 85:142 33 13. HC Innsbruck 37 8 29 89:165 22 Alps Hockey League HC Gherdëina–Salzburg II 3:5 1. Salzburg II 31 21 10 122:75 66 2. Zell am See 31 21 10 102:84 61 3. KHL Sisak 32 21 11 107:80 61 4. HC Asiago 31 18 13 116:103 54 5. Rittner Buam 32 17 15 98:84 52 6. Kitzbühel 32 19 13 114:97 51 7. Bregenzerwald 31 16 15 97:107 48 8. Wipptal Broncos 30 14 16 90:94 45 9. HC Gherdëina 33 13 20 98:127 42 10. SG Cortina 31 14 17 81:95 39 11. HC Meran 33 12 21 94:109 39 12. Jesenice 32 13 19 94:105 37 13. Unterland Cavaliers 31 6 25 73:126 20 HC Gherdëina – Salzburg II • • •••••••••••• 3:5 (0:2, 2:1, 1:2) SR: Moschen, Piras (Abeltino, A. Rivis) Tore: 1. Drittel: 0:1 Gesson (4.17), 0:2 Wurzer (9.52); 2. Drittel: 1:2 Moncada (6.35), 1:3 Lanzinger (16.58/PP), 2:3 Buono (17.42); 3. Drittel: 2:4Greil (1.38), 3:4 Kasslatter (16.40), 3:5 Juhola (19.43/EN). Strafminuten: Gröden 14 – Salzburg 12 PP=Powerplay/Überzahl SH=Shorthander/Unterzahl EN=Schuss ins leere Tor © ALPSHL „Das Penaltykilling war sehr wichtig“ Doug Shedden(Trainer HCB Südtirol): „Es war eine lange Anreise mit nur einem Spiel. Mir haben die Jungs im ersten Drittel gefallen, der Start vom zweiten Abschnitt war auch ok. Shane Gersich hat zwei schöne Tore gemacht. Es war ein wichtiger Sieg für uns. Unser Penaltykilling war exzellent. Wir wollen vor der Olympia-Pause in den Top vier oder noch besser in den Top drei stehen. Darüber haben wie zuletzt viel gesprochen.“ LucaFrigo(Stürmer HCB Südtirol): „Im ersten Drittel waren wie das bessere Team. Dann hatten wir einige Probleme. Das Penaltykilling ist sehr wichtig. Nach den drei Niederlagen brauchten wie unbedingt die drei Zähler.“ Darren Archibald(Stürmer Fehervar): „Bozen hat ein sehr starkes Team. Wir haben unsere Überzahlspiele nicht genutzt. Das rächt sich in so engen Partien wie heute am Ende.“ © STIMMEN AUS UNGARN Der HCB Südtirol kehrte gestern Abend beim 4:3-Auswärtssieg gegen Fehervar nach drei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurück Attila Soos Hannes Kasslatter machte es in der Schlussphase noch einmal spannend. Am Ende besiegte Salzburg II den HC Gherdëina mit 5:3. Fotos auf dieser Seite: Max Pattis (3) So jubelte Julius Ramoser (rechts) am Sonntag, nachdem er beim Wolfsburger 5:2-Sieg gegen Frankfurt das 1:0 erzielt hatte. Stolz zeigt Julius Ramoser den Puck, mit dem er sein erstes Tor in der DEL erzielt hat.

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