Sport bei Die Sportredaktion wird eingekleidet von KALTERN • NEUMARKT - Freitag, 10. April 2026 31 AlpsHL: Play-off – Halbfinale (Spiel 7) Sisak – Meran• • ••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• 2:3 (0:2, 1:1, 1:0) SR: Bulovec, Lazzeri (Arlic, J. Seewald) Tore: 1. Drittel: 0:1 Nousiainen (12.50), 0:2 Fuchs (14.25); 2. Drittel: 1:2 Kim (3.45), 1:3 Sherbinin (11.36); 3. Drittel: 2:3Brus (12.39). Strafminuten: Sisak 6 – Meran 8 Zuschauer: 2.300 PP=Powerplay/Überzahl SH=Shorthander/Unterzahl EN=Schuss ins leereTor © Traumfinale und ganz Hockey-Südtirol staunt ALPSHL: HC Meran folgt HC Gherdëina ins Endspiel der Außenseiter, das bereits morgen beginnt – „Adler“ feiern 3:2-Sieg gegen Sisak SISAK (ah). Die „Arena Ledena Dvora Zibel“ ist mit 2.300 frenetischen Fans ausverkauft, laut, elektrisch. Und mittendrin schreibt der HC Meran Pircher sein eigenes Kapitel Unvernunft. 3:2 in Sisak. 4:3 in der Serie. Finale. Gegen den HC Gherdëina. Südtirol unter sich. Das gab es nochnie. Wer hätte das gedacht? Der Zehnte gegen den Elften nach dem Grunddurchgang. Undnicht Zell. Nicht Sisak, der Zweite und Dritte der „regular season“. HockeyistkeinTaschenrechner. Meran musste gestern wieder ohne Reid Stefanson und ohne Pascal Brunner auskommen. Zwei Leistungsträger fehlten. Egal. Denn es war einer jener Abende, an denen Namen zweitrangig wurden und Charakter zählte. Sisak begann offensiv, fast übermütig. Ein Geschenk. Raum für Gegenstöße. Raum für Rasmus Nousiainen. Der 21-jährige Finne spielte, als hätte er diePhysikabgeschafft. Beim 1:0 tanzte er durch die Abwehr wie durch Trainingshütchen und jagte die Scheibe ins hohe Eck. Beim 2:0 schoss er aus spitzem Winkel, Jakob Fuchs lenkte ab. Zwei Nadelstiche, zwei Treffer. Play-off-Hockey in Reinform: Kalt, präzise, tödlich. Hinten stand Andreas Bernard. 48 Paraden und am Ende eine Fangquote von 96 Prozent. Eine Wand mit Puls. Nick Rein und Brayden Sherbinin überragend, die Defensive diszipliniert. Und vorne rackerte Daniel Gellon, als gäbe es kein Morgen. Patrick Tomasini, Jakob Fuchs – Minutenfresser. Hielten immer wieder den Puck an der Bande. Trainer Christian Borgatello? Jede Entscheidung saß. Er presste seine Topleute aus. Diesmal musste er es machen. Ein Abend, an dem alles passte. Sogar das PenaltyKilling diesmal nahezu perfekt, die Gäste machten alle vier Überzahlspiele der Kroaten zunichte. Dann das Mitteldrittel. Sisak drückte. Schüsse im Minutentakt. Meran wirkte zeitweise wie mit zwei Mann weniger. Irgendwann fiel das 1:2 durch SangyeobKimb. Das Spiel kippte, die Halle bebte. Das 2:2 lag in der Luft. Als Sherbinin auf die Strafbank musste, schien es unausweichlich. Und dann passierte das, was nur in solchen Serien passiert. Sherbinin kam zurück aufs Eis und traf. Gellon konterte, Tomasini schoss, der Rebound landete genau richtig. 3:1. EinTreffer wie ein Faustschlag. Sisak war bewusstlos. Die perfekte Grausamkeit des Sports. Im Schlussdrittel verwaltete Meran nicht, es kontrollierte. Clever, ruhig, erwachsen. Samuel Claesson mit der Chance zum viertenTreffer. Nejc Brus verkürzte noch auf 2:3. Ein Diagonalschuss, der auch Bernard überraschte. Ein kurzer Schreckmoment. Doch die große Welle blieb aus. Sisak war müde. Sisak lief zwar an. Aber ohne letzte Kraft. Ohne letzte Überzeugung. Die Beine schwer, die Gedanken auch. Meran frischer. Stabiler. Ein Team, das als Kollektiv funktionierte. Die Sekunden tropften vonderUhr. Kein Chaos, kein Zittern. Nur ein wachsender Gedanke: Das ist es. Das Finale. Morgen beginnt es in der Meranarena. Meran gegen Gröden. Zwei Außenseiter. EinTraum. Unddieleise Gewissheit: Manchmal gewinnt imHockeynicht der Bessere. Sondern der, der daran glaubt. Denn manchmal ist Hockeyeben doch kein System, keine Tabelle, keine Logik. Sondern ein Gefühl. Und dieses Gefühl trägt gerade ganzHockey-Südtirol. „Dieses Mal ging es sehr fair zu. Neben vier Liga-Verantwortlichen war auch ein Großaufgebot der kroatischen Polizei im und um das Stadion. Im Stadion war es brutal laut. Man hat fast das eigene Wort nicht verstanden. Das Spiel war nichts für schwache Nerven. Sisak hat von Beginn an großen Druck ausgeübt, dem wir aber bis zum Schluss Stand gehalten haben. Ich bin extrem stolz auf unsere Jungs. Sie haben Großartiges geleistet, wofür ich sehr dankbar bin. Ich freue mich schon auf das Finale gegen Gröden,“ sagte Merans Präsident Stefan Kobler. © Alle Rechte vorbehalten Kaltern krönt eine perfekte Saison EISHOCKEY: Die „Hechte“ gewinnen nach dem Italienpokal auch die Meisterschaft – 2:1-Sieg im sechsten Finalspiel gegen HC Aosta AOSTA(kp). Der SV Kaltern Rothoblaas hat es geschafft: Die Mannschaft von Trainer Teemu Virtala sicherte sich gestern Abend im sechsten Finalspiel („best of 7“) der Italian Hockey League (IHL) dank eines 2:1-Auswärtssieges gegen den HC Aosta den Meistertitel und krönte eine perfekte Saison, nachdem sie am 11. Jänner in Mailand mit einem 5:0-Sieg über Alleghe bereits den Italienpokal gewonnen hatte. Es war der sechste Zweitliga-Titel in der Vereinsgeschichte, nachdem Kaltern 2001 die Serie B, 2008 die Serie A2 sowie 2019, 2021 und 2025 jeweils die IHLgewonnen hatte. Die „Hechte“ hatten in diesem Winter den Grunddurchgang und auch die Master Roundauf Platz eins abgeschlossen. Im Viertelfinale hatten sie den HC Feltre nach drei und im Halbfinale Pergine nach vier Spielen in den Urlaub geschickt. Im Finale gab in den ersten fünf Spielen stets der Heimvorteil den Ausschlag. Gestern konnten erstmals die Gäste jubeln. Das gestrige Spiel war ein echter Krimi, in dem Joonas Alanne 18 Sekunden vor der dritten Sirene fürdasHappyEnd sorgte. Der Finne hatte bereits in Spiel 1und 5 beim 4:3 n.V. in der Extrazeit jeweils den Siegtreffer erzielt und war auch gestern der gefeierte Held: „Mister 2. Liga“, Florian Wieser, der seinen sechsten Meistertitel feierte, stürmte ins gegnerische Drittel, legte das Spielgerät zurück auf Alanne, dieser knallte es unhaltbar für Torhüter Rocco Perla ins Kreuzeck und sorgte für Extasepurunter den gut 50 mitgereisten KaltererFans. In den knapp 60 vorangegangenen Minuten wurden die 1.070 Zuschauer auf die Folter gespannt und Augenzeugen eines mitreißenden und spannenden Spiels. Die Hausherren erwischten einen Auftakt nach Maß und gingen nach nur 75 Sekunden in Führung. Nach einem missglücktenQuerpass von Florian Massar klärte Torhüter Samuel Rohregger mit dem Beinschoner und der alleinstehende Mattia Mocellin drückte den Puck mühelos zum 1:0 über die Linie. In der Folge wurde die Partie härter. Daniel Erlacher krachte gegen die Bande und verschwand in die Kabine. Wieser wurde wenig später von Jakob Oberhöller hart gecheckt, ging kurzzeitig zu Boden, konnte aber weiterspielen. Im Mitteldrittel waren gerade einmal 70 Sekunden gespielt, als die Gäste zum Ausgleich kamen: Jonas Oberrauch spielte die Scheibe zur Mitte und Oberhöller lenkte sie mit dem Schlittschuh unglücklich in die Maschen. In der Folge machte Kaltern das Spiel, streute aber immer wieder Fehler ein, die Samuel Rohregger ausbügelte: Der Torhüter blieb gegen Nick Nardella und Gianmarco Fraschetta Sieger, während Perla gegen Mikael Saha über sich hinauswuchs. DasSpiel blieb auch nach dem letzten Seitenwechsel spannend. Michael Selva hatte auf der einen, und Wladjslaw Ljsenko auf der anderen Seite den Siegtreffer auf dem Schläger. Als sich die Zuschauer bereits auf die Verlängerung eingestellt hatten, machte sich Alanne unsterblich. © Alle Rechte vorbehalten IHL: PLAY-OFF Hockey-FINALE – SPIEL 6 Aosta – Kaltern• • ••••••••••••••••••••••••••••••• 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) SR: Boverio, Lega (Cusin, Magliano) – Tore: 1. Drittel: 1:0 Mocellin (1.15); 2. Drittel: 1:1 Jonas Oberrauch; 3. Drittel: 1:2 Alanne (19.42). Strafminuten: Aosta 8 – Kaltern 2 PP=Powerplay/Überzahl SH=Shorthander/Unterzahl EN=Schuss ins leereTor © „Ein Triumph des gesamten Teams“ Teemu Virtala(Trainer Kaltern): „Wir waren das ganze Jahr über das besteTeamund haben verdient gewonnen. Das Finale war sehr ausgeglichen. Aosta hat uns alles abverlangt. EswareinTriumph des gesamtenTeams. Jeder hat seinen Beitrag geleistet und alles gegeben. EinenTitel zugewinnen ist immer schön, aber einenTitel zu verteidigen ist etwas ganz Spezielles.“ Michael Sölva(KapitänKaltern): „Wenn man das letzte Spiel einer Saison gewinnt, dann wird einem erst bewusst, dass sich all die Mühen und Anstrengungen bezahlt gemacht haben. Hinter einem Meistertitel steckt viel harte Arbeit.AmEnde zahlt sich aber jede Minute auf demEis oder in der Kraftkammer aus. Wir haben stets sehr laufintensivgespielt und mit allen vier Linien Druck ausgeübt.“ Florian Wieser (Stürmer Kaltern): „Jetzt ist Schluss! Aus und vorbei! Das war das letzte Spiel in meiner Karriere. Die Entscheidung, die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen, ist in mir schon länger gereift. Ein schöneres Ende meiner Karriere hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich bin gesund, hatte nochEinfluss auf dasSpiel und habe alles gehabt imEishockey.Daswar mein sechster Meistertitel. Es ist immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man etwas gewinnt. Dafür arbeitet man das ganze Jahr über.“ Joonas Alanne(Siegtorschütze Kaltern): „Dieser Titel hat eine große Bedeutung in meiner Karriere. Es war eine der besten Mannschaften, in der ich bisher je gespielt habe. Ich bin einfach nur happy. Eswarein Sieg der gesamten Mannschaft. Es spielt keine Rolle, wer den entscheidendenTreffer erzielt. Ich hatte tolle Spieler an meiner Seite und habe nur deren Vorarbeit vollendet. Es war ein unvergessliches Jahr. Gut möglich, dass ich in Kaltern bleibe.“ Armin Ambach(Sportdirektor Kaltern): „Es war wieder eine enge Kiste, die wie schon die fünf vorangegangenen Spiele erst in der Schlussphaseentschieden wurde. Wir waren erneut die bessere Mannschaft und wurden kurz vor Schluss belohnt. Es ist eine große Genugtuung. Hut ab vor der gesamten Mannschaft. Sie hat während der ganzen Saison alles gegeben und Charakter bewiesen. Der Meistertitel ist der verdiente Lohn. Kompliment andenHC Aosta, der vielen jungenSpielern das Vertrauen geschenkt hat und ein würdiger Finalgegner war.“ © STIMMEN AUS AOSTA -Infografik: M. Lemanski ϭϬͬ͘ ϭϭ͕͘ ϭϮͬ͘ ϭϯ͕͘ ϭϰͬ͘ ϭϱ͘ ƵŶĚ ϭϳͬ͘ ϭϴ͘ Dćƌnj Ğǀƚů͘ ϭϵͬ͘ ϮϬ͕͘ Ϯϭͬ͘ ϮϮ͘ ƵŶĚ Ϯϰͬ͘ Ϯϱ͘ Dćƌnj Ϯϲ͕͘ Ϯϴ͕͘ ϯϭ͘ Dćƌnj ƵŶĚ Ϯ͘ Ɖƌŝů Ğǀƚů͘ ϰ͕͘ ϳ͘ ƵŶĚ ϵ͘ Ɖƌŝů ϭϭ͕͘ ϭϰ͕͘ ϭϲ͘ ƵŶĚ ϭϴ͘ Ɖƌŝů Ğǀƚů͘ Ϯϭ͕͘ Ϯϯ͘ ƵŶĚ Ϯϱ͘ Ɖƌŝů s nach Verlängerung s s Play-off s/ Zd >&/E > , > &/E > &/E > ^dK&ϳ ^dK&ϳ ůƉƐ ,ŽĐŬĞLJ >ĞĂŐƵĞ ^dK&ϳ Ğůů Ăŵ^ĞĞ tŝƉƉƚĂů ƌŽŶĐŽƐ ƐŝĂŐŽ DĞƌĂŶ DĞƌĂŶ t ϰ ϭ Ϯ ϰ Ϯ ϱ ϱ Ϯ ϭ ϰ ϭ Ϯ Ϯ ϲ ϯ ϭ ϯ Ϯ ϳ ϭ Ğůů Ăŵ^ĞĞ ϲ Ϯ s ŽƌƟŶĂ ^ŝƐĂŬ Ϯ ϭ Ϯ ϱ ϰ ϯ ϯ Ϭ ϰ Ϯ ^ŝƐĂŬ s ^ĂůnjďƵƌŐ // 'ƌƂĚĞŶ ϯ Ϯ Ϯ ϯ Ϯ ϯ Ϭ ϭ ϵ Ϯ ϲ Ϯ s Ϯ ϯ 'ƌƂĚĞŶ Ϯ ϭ ϰ Ϯ Ϭ ϱ s s ϯ ϭϬ Ϯ ϭ ϭ ϰ ϭ Ϯ ϯ Ϯ ϯ ϰ ϯ ϰ ϭ ϲ 'ƌƂĚĞŶ ϰ ϯ ϯ Ϯ DĞƌĂŶ -Infogra k: M. Lemanski Play-off s/ Zd >&/E > , > &/E > &/E > Ϯϴ͘ &ĞďƌƵĂƌ͕ ϯ͘ ƵŶĚ ϱ͘ Dćƌnj Ğǀƚů͘ ϳ͘ ƵŶĚ ϭϬ͘ Dćƌnj ϭϰ͕͘ ϭϳ͘ ƵŶĚ ϭϵ͘ Dćƌnj Ğǀƚů͘ Ϯϭ͘ ƵŶĚ Ϯϰ͘ Dćƌnj Ϯϴ͕͘ ϯϭ͘ Dćƌnj͕ Ϯ͘ ƵŶĚ ϰ͘ Ɖƌŝů Ğǀƚů͘ ϳ͕͘ ϵ͘ ƵŶĚ ϭϭ͘ Ɖƌŝů ^dK&ϱ ^dK&ϱ /,> ^dK&ϳ <ĂůƚĞƌŶ ϰ ϭ Ϯ ϰ ϱ ϯ ϱ ϰ ϱ Ϯ Ϯ ϲ Ϭ ϯ ϭ ϱ ϰ Ϯ &ĂƐƐĂ sĂƌĞƐĞ sĂƌĞƐĞ ůůĞŐŚĞ WĞƌŐŝŶĞ &ĞůƚƌĞ ƉƉĂŶ ŽƐƚĂ WĞƌŐŝŶĞ ϲ Ϯ Ϯ ϰ ϯ ϰ ϰ ϯ ϰ Ϯ ϲ ϰ ϵ Ϯ ŽƐƚĂ <ĂůƚĞƌŶ <ĂůƚĞƌŶ ϯ ϭ ϯ ϵ ϱ ϭ ϰ Ϭ ϰ ϯ ϭ ϯ ŽƐƚĂ Ϯ ϱ ϲ ϯ ϯ ϱ ϰ ϯ D /^d Z ϮϬϮϲ <ĂůƚĞƌŶ Ϯ ϭ s s nach Verlängerung s Sie trugen sich beim Meraner 3:2-Sieg in Sisak in die Torschützenliste ein: Rasmus Nousiainen und Brayden Sherbinin (von links). MaxPattis So sehen Sieger aus: Die Kalterer „Hechte“ sicherten sich gestern Abend den sechsten Zweitliga-Titel in der Vereinsgeschichte. Italia Hockey
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