34Sport Dienstag, 14. April 2026 - Sein erstes NHL-Spiel bestritt in der Nacht auf MontagDavid Reinbacher (im Bild). Der österreichische Verteidiger, der bei den Montreal Canadiens den Platz des verletzten Noah Dobson einnahm, bereitete beim 4:1-Sieg gegen die New York Islanders sogar den Treffer zum 3:0 durch Alex Newhook vor. Montreals Top-Center Nick Suzuki knackte mit einem Tor und einem Assist erstmals die 100-Punkte-Marke in der besten Liga der Welt. Mit den New York Islanders schied unterdessen auch das dritte Team aus dem Big Apple nach den New York Rangers und den Devils aus dem Play-offRennen aus. Damit sind erstmals in der Geschichte der NHL alle New Yorker Teams in derselben Saison vorzeitig gescheitert. © Auf den Spuren von Beran, Valtonen, Sanza und Corsi EISHOCKEY:Claes Endre setzt beim HC Gherdëina die große Torhütertradition fort und ist der Sieggarant bei den Ladinern – 94,5 Prozent Fangquote in 24 Spielen – „Ich habe einen Gameplan gefunden, an den ich voll glaube“ WOLKENSTEIN(kp).Wie wichtig der Torhüter im Eishockey ist, unterstreicht einmal mehr Claes Endre. Der Schwede stieß Mitte Jänner zum HC Gherdëina valgardena.it und hatte mit herausragenden Leistungen maßgeblichen Anteil dafür, dass die Ladiner gute zwei Monate später im Finale der Alps Hockey League (AlpsHL) stehen. 24 Mal stand Endre zwischen den Pfosten des HCG. Mit einer Fangquote von 94,5 Prozent führt der Schwede aktuell die Torhüterstatistik der AlpsHL an. Zum Finalauftakt am Samstag in Meran wehrte er 33 Schüsse ab und hatte am Ende eine sensationelle Fangquote von 97,1 Prozent zu Buche stehen. Dass der reaktionsschnelle Torhüter in Wolkenstein gelandet ist, hat er ausgerechnet dem Meraner Präsidenten und Sportdirektor Stefan Kobler zu verdanken. Dieser hat den Kontakt zwischen Endres Agent, der in Vergangenheit immer wieder Spieler aus Schweden in Meran „geparkt“ hatte, und der Grödner Klubführung hergestellt. „Mein Agent hat mir ein oder zwei Tage vor der Unterschrift gesagt, dass Gröden Interesse hat, und danach ging alles sehr schnell. Es war im Grunde die Entscheidung zwischen Eishockey in Italien zu spielen oder gar nicht zu spielen,“ erklärt der Goalie. Im Grödner-Tal ist Endre schnell heimisch geworden und hat sich auf Anhieb wohl gefühlt. „Alle waren von Anfang an sehr nett zu mir. Es ist eine großartige Truppe und auch das Umfeld im Verein ist top. Über die Liga wusste ich vorher nicht viel, aber es gibt definitiv viele starke Spieler und gute Teams,“ versichert der Grödner Publikumsliebling, der im Schnitt 2,01 Tore pro Spiel hinnehmen musste. Grödens Nummer 53 war ein Spätstarter. Nachdem er zwei Saisonen in einer unterklassigen Nachwuchsliga in Nordamerika verbracht hatte und 2015 als Torhüter des Jahres ausgezeichnet worden war, kehrte er in seine schwedische Heimat zurück und pendelte zwischen vierter und dritter Liga hin und her. Im Alter von 25 Jahren unterschrieb Endre seinen ersten Profi-Vertrag beim Allsvenskan-Klub AIK Solna, der in Stockholm seine Heimspiele austrägt. Bis zu seinem Wechsel zum HC Gröden spielte der zweifache Familienvater durchwegs in der zweiten Spielklasse, wo er 154 Mal zwischen den Pfosten und vor vier Jahren mit IF Björklöven im Finale stand, das gegen HV71 verloren ging. In der Saison 2023/24 bildete Endre bei Södertälje gemeinsam mit dem in Südtirol bestens bekannten Tomas Sholl (ehemals HC Pustertal) das Torhüterduo. Im vergangenen Sommer strebte Endre einen Weggang vom Vimmerby HC an, der jedoch nicht zustande kam. So wurde er im Laufe der Saison reaktiviert, ehe ihn eine Verletzung außer Gefecht setzte und es bei nur einem Einsatz blieb. Sein Debüt im Grödner Trikot ging am 24. Jänner bei der 1:5-Niederlage gegen Cortina gründlich daneben. Danach zeigte die Formund Erfolgskurve nicht nur beim Torhüter, sondern bei der gesamten Grödner Mannschaft steil nachoben. „Wir haben in der Qualification Round etwas gefunden, auf das wir aufbauen konnten. Wir haben Wege gefunden, Spiele zu gewinnen, und dadurch ist viel Selbstvertrauen entstanden. Aber ehrlich gesagt war es zu diesem Zeitpunkt schwer vorstellbar, dass wir so weit kommen würden. Am Anfang waren wir einfach froh, die Play-offs zu erreichen,“ blickt Endre, der bisher vier Mal seinen Kasten sauber gehalten hat, auf den Beginn des Grödner Höhenflugs zurück. Die Ladiner gewannen in der Qualification Round Gruppe B alle sechs Spiele und beendeten diese auf dem ersten Platz. Im Pre-Play-off ließen sie gegen Kitzbühel nichts anbrennen, feierten zwei Siege (7:2 und 4:3 n.V.) und lösten das Play-off-Ticket. Dort wurden sie von Grunddurchgangssieger Salzburg II gepickt. „Im Viertelfinale und auch danach im Halbfinale gegen Titelverteidiger Zell am See war unsere Defensive der Schlüssel zum Weiterkommen. Wir haben unsere Chancen genutzt und danach sehr stabil weitergespielt. Wir sind eine Mannschaft, die alles dafür tut, um zu gewinnen,“ nennt Endre die Gründe für den Erfolgslauf, der ihn und sein Team bis ins Finale gebracht hat. Warum er die besten Torhüterstatistiken der Liga hat und im MVP-Ranking auf Platz zwei hinter Ryan Valentini gelandet ist? „Ich habe einen Gameplan gefunden, an den ich voll glaube. Es hilft natürlich auch, viel zu spielen und im Rhythmus zu bleiben. Aber vor allem habe ich aktuell einfach großen Spaß am Spiel und versuche, jeden Tag so viel wie möglich mitzunehmen.“ Spaß machen ihm vor allem die Heimspiele im „Pranives“- Stadion, das heute mit rund 2.000 Zuschauern erstmals seit vielen Jahren ausverkauft sein könnte. „Die Atmosphäre dort ist großartig, besonders im letzten Heimspiel vor einer Woche gegen Zell. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Fans uns unterstützen – das bedeutet uns sehr viel. Wir haben auch bei den Auswärtsspielen viele Anhänger dabei, das ist ebenfalls unglaublich.“ Unglaublich sind auch die Leistungen von Endre, der die große Torhütertradition beim HCG fortsetzt und auf bestem Weg ist, in die Fußstapfen der einstigen Meistergoalies Zdenek Beran, Jorma Valtonen, Nick Sanza und Jim Corsi zu treten. © Alle Rechte vorbehalten ALPSHL: PLAY-OFF FINALE – HEUTE SPIEL 2 HC Gherdëina – Meran• • •••••••• 19.30Uhr SR: Unterweger, Winkler (Abeltino, J. Seewald) – Stand in der Serie: 1:0 © HC Gherdëina ist zu Hause eine Macht WOLKENSTEIN (kp). Der HC Gherdëina eroberte am Samstag zum Final-Auftakt der AlpsHL gegen den HC Meran Pircher den Heimvorteil und will diesen nicht mehr aus der Hand geben. Vor allem, weil das „Pranives“-Stadion in der bisherigen Postseason eine kaum einnehmbare Festung war. Von den sieben Heimspielen verloren die „Furie“ nur eines (2:6 gegen Salzburg II). Die übrigen sechs Partien wurden allesamt gewonnen, wobei sie nie mehr als zwei Gegentore kassierten. Während der HCG heute in Bestbesetzung antreten kann, ist beim HCM der Einsatz von Pascal Brunner fraglich. Fehlen wird Jakob Fuchs. Im Gegenzug könnte Alex Egger aufs Eis zurückkehren. In Wolkenstein standen sich die beiden Finalisten in diesem Winter zweimal gegenüber: Am 25. Oktober behielt Gröden mit 4:3 n.V., am 31. Jänner Meran mit 1:0 die Oberhand. © „Azzurre“ behalten weiße Weste FRAUEN-WM: Italien feiert 6:4-Sieggegen die Slowakei und bleibt ungeschlagen BUDAPEST (kp). Italiens FrauenNationalmannschaft steht bei der WM der I. Division Gruppe A nach den ersten beiden Spieltagen als einziges Team noch ohne Punktverlust da. Nach dem 2:1Sieg zum Auftakt gegen Norwegen fertigten die „Azzurre“ gestern am frühen Nachmittag die Slowakei mit 6:4 (3:1, 3:1, 0:2) ab. Dabei begann das Spiel für die Auswahl von Trainer Alexandre Tremblay mit einer kalten Dusche: Torfrau Gabriella Durante musste sich nach nur zwölf Sekunden erstmals geschlagen geben. Italien erholte sich schnell von diesem Schock und lag wenig später dank Toren der Doppelstaatsbürgerinnen Laura Fortino (0.51), Justine Reyes (5.55) und Kristin Della Rovere (11.06) mit 3:1 in Führung. Matilde Fantin schied im Startdrittel mit einer Knieverletzung aus. Als im Mittelabschnitt Eleonora Bonafini auf der Strafbank saß, kamen die Slowakinnen bis auf ein Tor heran. Danach stellten die „Azzurre“ mit drei Überzahltoren innerhalb von sechs Minuten die Weichen auf Sieg. Die Bruneckerin Anna Caumo (32.22 und 38.26) und Reyes (36.06) sorgten dafür, dass Italien beim letzten Seitenwechsel mit 6:2 voran lag. Zu Beginn des Schlussdrittels konnte die Slowakei mit zwei Toren innerhalb von 45 Sekunden zwar zum 4:6 verkürzen, dabei blieb es aber. Heute gibt es den ersten von zwei Ruhetagen. Am Mittwoch trifft Italien um 19.30 Uhr auf Frankreich. © Alle Rechte vorbehalten In Finnland den nächsten Karriereschritt machen ZUKUNFT: Die 19-jährigen Zwillinge Gabriel und Raffael Nitz werden in der kommenden Saison in der U20-Mannschaft von HPK spielen BRIXEN (kp). Sie zählen hierzulande seit Jahren zu den größten Talenten. Ab der kommenden Saison werden sie ihre Karriere in Finnland fortsetzen und den nächsten Schritt machen. Die Rede ist von Gabriel und Raffael Nitz. Die beiden Zwillinge aus Brixen, die am 21. Jänner 2007 in Santo Domingo geboren wurden, haben vor kurzem einen Vertrag beim Traditionsklub HPK aus der 70.000-Einwohnerstadt Hämeenlinna, die rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Helsinki liegt, unterschrieben. „Wir werden mit HPK die U20Meisterschaft bestreiten und können auch in die erste Mannschaft hineinschnuppern. Das heißt mit den Profis trainieren und vielleicht auch spielen“, sagt Gabriel Nitz, der Verteidiger ist. Sein Bruder Raffael ist dagegen Stürmer und ergänzt: „Nach der U20-WM Mitte Dezember in Mailand wurden wir von HPKScout Jukka Voutilainen über Whatsapp kontaktiert und gefragt, ob wir Interesse hätten, nach Finnland zu wechseln und bei HPK zu spielen.“ In den folgenden Wochen haben sich die Nitz-Zwillinge über den Verein, der zweifacher finnischer Meister ist (2006 und 2019), erkundigt und Meinungen eingeholt. „Vor zwei Monaten haben wir dann zugesagt. Wir sind gemeinsam in einer Wohnung nur rund 300 Meter vom Stadion entfernt untergebracht, bekommen sogar die Verpflegung und ein kleines Gehalt“, zeigt sich Gabriel erfreut. Er hat in dieser Saison 45 Spiele für die Wipptal Broncos in der AlpsHL und sechs Partien für den HC Pustertal, mit dem er nach wie vor trainiert, in der ICEHL bestritten. Seit gestern gehört der 1,90 Meter große Abwehrrecke dem vorläufigen WMKader Italiens an. Raffael kam im vergangenen Winter 50 Mal beim HC Asiago, mit dem er im Jänner den Italienmeistertitel gewann, zum Einsatz. Bei den 19-jährigen Zwillingen ist die Vorfreude auf das bevorstehende Finnland-Abenteuer groß. Bevor sie Ende Juli nach Hämeenlinna übersiedeln, werden sie noch die Maturaprüfung ablegen. Ihr Trainer in der U20Mannschaft von HPK, die heuer die Bronzemedaille gewonnen hat, ist in Südtirol ein alter Bekannter: Niko Marttila (imBild) hat zwischen Jänner 2022 und Frühjahr 2024 beim HC Eppan die IHL- und U19-Mannschaft betreut und dort erstmals Bekanntschaft mit den Nitz-Zwillingen gemacht. © Alle Rechte vorbehalten FrauenWM I. Division - Gruppe A Slowakei–Italien 4:6 Norwegen–Frankreich 1:4 Ungarn–China 4:0 1. Italien 2 2 0 8:5 6 2.Ungarn 2 2 0 7:2 5 3. Frankreich 2 1 1 6:4 4 4. Slowakei 2 1 1 11:6 3 5. Norwegen 2 0 2 2:6 0 6.China 2 0 2 0:11 0 Seit Claes Endre das Tor des HC Gherdëina hütet, ging es mit den „Furie“ aufwärts. Er ist der statistisch beste Torhüter der Liga. Fotos: Max Pattis (4) Der schwedische Torhüter Claes Endre strahlt sehr viel Ruhe auf seine Vorderleute aus. Anna Caumo, Kristin Della Rovere, Laura Fortino und Justine Reyes (von links) erzielten gestern gegen die Slowakei die sechs Tore der „Azzurre“. Die 19-jährigen Zwillinge Raffael und Gabriel Nitz (von links) aus Brixen werden in der kommenden Saison in Finnland spielen. Foto: kp BILDER auf abo.dolomiten.it
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc0Mjk=