Marcel Skokan musste wieder auf die angeschlagenen Sacha Guimond und Igor Bogdanov verzichten. Das Tor wurde von Cody Porter gehütet.
Offensiv ausgerichtet starteten die Furie ins Match und drückten den Gegner in die eigene Zone. Schon früh wurden sie für den Aufwand belohnt: In der 5. Minute schloss Davide Schiavone direkt ab, der Puck traf einen gegnerischen Schläger und landete über den Pfosten im Netz. Die Gangart änderte sich auch in der Folge nicht: Matteo Luisetti spielte das Hartgummi nach einem schnellen Zoneneintritt blind aufs Tor, wo Hannes Kasslatter postiert war und nur noch einschieben musste. Für die Zuschauer im Pranives kam es danach noch besser, weil Luca Biondi in Unterzahl entwischte und vor Rudy Rigoni eiskalt blieb. Mit der 3:0-Führung ging es jedoch nicht in die Umkleidekabine, weil die Furie in der 17. Minute den Puck im Aufbau verloren. Ryan Valentini und Torschütze Ethan Szypula bestraften diesen Patzer eiskalt.
Zu Beginn des zweiten Drittels verlor der HCG den Faden, was drei Gegentore binnen kürzester Zeit zur Folge hatte: Zunächst traf Michele Marchetti das Kreuzeck, nachdem die Hausherren nicht klären konnten. Dann staubte Lorenzo Ferretti ab, ehe Valentini – nur 14 Sekunden später und nach einem Skokan-Timeout – aus kurzer Distanz auf 4:3 stellte. Es dauerte etwas, bis sich die Furie von diesem Schock erholten. Ein Powerplay verhalf zweieinhalb Minuten vor Drittelende zum Ausgleich: Massimo Pietroniro spielte einen Pass vors Tor, den Michele Forte mit dem Schlittschuh über die eigene Linie lenkte. Exakt eine Zeigerumdrehung später war Valentini einmal mehr mit einem hohen Schuss aus dem Slot erfolgreich.
Bitter begann auch das letzte Drittel: Nach einem Weitschuss blieb der Puck vor dem Tor liegen, Filippo Rigoni leitete diesen weiter an Marco Magnabosco, der auf 6:4 erhöhte. In der Folge hatten die Hausherren genügend Chancen, um das Spiel wieder zu eröffnen. Vlastimil Dostalek fehlte bei schnellen Kontern aber zweimal die nötige Präzision, zudem blieb Biondi bei einem Alleingang an Rigoni hängen. Skokan nahm sechs Minuten vor Schluss noch Porter vom Eis, der Anschlusstreffer wollte aber nicht mehr gelingen.
Chance auf Wiedergutmachung bietet sich Simon Pitschieler & Co. am nächsten Donnerstag, wenn sie auswärts bei den Rittner Buam antreten (20 Uhr).
HC Gherdëina – HC Asiago 4:6
Tore: 1:0 Schiavone (4.42), 2:0 Kasslatter (11.40), 3:0 Biondi (15.48), 3:1 Szypula (16.55), 3:2 Marchetti (25.20), 3:3 Ferretti (27.42), 3:4 Valentini (27.56), 4:4 Pietroniro (37.30), 4:5 Valentini (38.30), 4:6 Magnabosco (40.38)
Foto: Matthäus Kostner