Coach Marcel Skokan musste erneut auf Dimitri Vozovik und Sacha Guimond verzichten, zudem fiel Luca Biondi aus. Das Tor hütete Cody Porter.
Die Gäste aus Kitzbühel hatten zunächst mehr vom Spiel und schnürten den HCG ein ums andere Mal in der Defensivzone ein. Die erste gute Chance fand jedoch Simon Pitschieler vor, der alleine vor Markus Gratzer auftauchte und mit der Rückhand scheiterte. Kurz darauf ging ein Raunen durch das Pranives, weil Matic Podlipnik den Pfosten traf. Auch Raffael Aigner wurde gefährlich, doch Porter wuchs über sich hinaus und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. Insgesamt konnten die Furie im ersten Drittel acht Minuten lang im Powerplay agieren. Große Möglichkeiten entstanden daraus nicht – bis Sebastiano Soracreppa von der blauen Linie abzog und die Torumrandung traf.
Mit einem lauten Torjubel begann das zweite Drittel: Bei einem schnellen Konter spielte Simon Pitschieler den Puck zurück auf Stephan Deluca, der Maß nahm und haargenau das Kreuzeck traf. In einem darauffolgenden Powerplay des HCG entwischte Clemens Krainz und stellte alles wieder auf null. Die Antwort der Hausherren folgte sofort: Davide Schiavone und Torschütze Giovanni Mandruzzato spielten eine 2-auf-1-Situation lehrbuchmäßig zu Ende. Vlastimil Dostalek, Pitschieler und Nicolò Esposito hätten danach auf 3:1 erhöhen müssen, stattdessen folgte aber das bittere 2:2. In Überzahl vollendete Elliot Stahlberg eine Kombination.
Auch im Schlussdrittel hatten die Furie das Zepter in der Hand – und mit Pitschieler in Unterzahl die gute Chance aufs 3:2. Dem von Esposito freigespielten Davide Schiavone fehlte ebenfalls die nötige Präzision. Im Gegenzug spielte Kitzbühel einen Konter schön zu Ende und machte durch Stahlberg das 3:2. Wer nun dachte, dass die Adler erfolgreich sein würden, täuschte sich: Deluca schickte Pitschieler auf die Reise, der wie schon in Sterzing vor 48 Stunden den späten Ausgleich erzielte. Es ging in die Verlängerung und schließlich wieder ins Penaltyschießen. Dort hielt Porter alle drei Versuche, während Luisetti eiskalt traf.
Die rund 400 Zuschauer freuten sich somit über den ersten, verdienten Sieg in der laufenden Saison. Das nächste Spiel steht am kommenden Donnerstag auf dem Programm, wenn Asiago im Pranives gastiert (20.30 Uhr).
HC Gherdëina – EC Kitzbühel 4:3
Tore: 1:0 Deluca (21.30), 1:1 Krainz (25.14), 2:1 Mandruzzato (26.58), 2:2 Stahlberg (39.00), 2:3 Stahlberg (51.31), 3:3 Pitschieler (54.24); entscheidender Penalty: Luisetti
Foto: Robin Bernardi