Die Furie mussten in Sterzing auf gleich drei Verteidiger verzichten: Julian Senoner und Dimitri Vozovik fehlten gesperrt, zudem fiel der angeschlagene Sacha Guimond aus. Marcel Skokan beorderte deshalb Nicolò Esposito in die Defensive, in der auch Ben Linder spielte.
Der Start ins Spiel verlief äußerst turbulent, da Nick Belpedio schon nach 54 Sekunden das 1:0 erzielte. Bei seinem Schuss unter die Latte hatte Cody Porter keine Chance. Acht Minuten später hatten die Furie das Resultat bereits gedreht: Zuerst verwertete Stephan Deluca einen Abpraller, ehe Massimo Pietroniro bei einem Alleingang eiskalt blieb. Die Freude währte aber nicht lange, da Davide Conci in der 10. Minute in Unterzahl entwischte und alles auf null stellte. Der HCG erarbeitete sich danach optische Vorteile – ohne aber das 3:2 erzielen zu können.
Äußerst bitter begann das Mitteldrittel: Als eine Strafe angezeigt war und Porter den Kasten verlassen hatte, traf Vlastimil Dostalek den Puck falsch und erzielte ein Eigentor. Das warf den HCG aus der Bahn: Nach einer nicht verwerteten doppelten Überzahl stellte der aus der Strafbank eilende Bryson Cianfrone auf 4:2, ehe Marco Niccolai auf Hell-Vorarbeit das 5:2 machte. Doch die Gäste ließen sich nicht hängen und kamen – nachdem Matteo Luisetti bei einem Alleingang scheiterte – noch vor dem Ende des zweiten Drittels heran: Deluca traf im Powerplay von der blauen Linie, Dostalek staubte vor dem Tor ab. Inzwischen war Arik Plancker für Porter ins Spiel gekommen.
Das dritte Drittel dominierte die Skokan-Truppe nach Belieben. Es dauerte jedoch bis zur 57. Minute, bevor der verdiente Ausgleich fiel: Simon Pitschieler nahm sich ein Herz und versuchte es mit einem Schlagschuss, den Wipptal-Torwart Jarret Fiske nicht hielt. Es ging somit in die Verlängerung, in der Luisetti die beste Chance vorfand. Fiske rettete seine Mannschaft jedoch ins Penaltyschießen, wo diese das bessere Ende für sich behielt. Kristers Ansons, Conci und Cianfrone trafen, beim HCG war lediglich Dostalek erfolgreich.
Der HCG gewann somit den ersten Punkt. Weiter geht’s bereits in 48 Stunden, wenn gegen den EC Kitzbühel das erste Heimspiel der Saison ansteht (19.30 Uhr).
Wipptal Broncos – HC Gherdeina 6:5 n.P.
Tore: 1:0 Belpedio (0:54), 1:1 Deluca (3.12), 1:2 Pietroniro (8.04), 2:2 Conci (9.14), 3:2 Covelli (24.18), 4:2 Cianfrone (27.27), 5:2 Niccolai (28.49), 5:3 Deluca (35.42), 5:4 Dostalek (37.25), 5:5 Pitschieler (56.30), 6:5 entscheidender Penalty: Cianfrone
Foto: Oskar Brunner