Coach Marcel Skokan bot erneut die gleiche Aufstellung wie in den letzten Partien auf. Absenzen gab es keine, Claes Endre hütete das Tor. Die rund 400 mitgereisten HCG-Fans sahen einen mutigen Beginn der Gäste, die sich durch Simon Pitschieler die erste Chance erarbeiteten. Nachdem Samuel Claesson mit der Rückhand seinen Landsmann Claes Endre zu einer Glanzparade zwang, stand wieder Pitschieler im Mittelpunkt. HCM-Goalie Andreas Bernard wehrte seinen Versuch jedoch stark mit der Schulter ab. Kurz darauf hatte Daniel Gellon frei vor Endre die Führung auf dem Schläger, die aber Davide Schiavone besorgte: Von hinter dem Tor schoss er Bernard an, der den Puck ins eigene Tor lenkte. Der vor dem Gehäuse verloren gegangene Luca Biondi sowie Stephan Deluca, der bei einem Konter an Bernard hängen blieb, verpassten in der Folge das 2:0
Zu Beginn des Mitteldrittels kamen die Fans aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Grund: Den Furie gelangen binnen zwei Minuten vier (!) Treffer. Martin Castlunger blieb alleine vor Bernard eiskalt, verlud diesen herrlich und hob den Puck ins Kreuzeck. Sebastiano Soracreppa war mit einem wuchtigen Handgelenkschuss erfolgreich. Dostalek erwischte Bernard unter der Fanghand. Und dann hatte auch noch Tobias Brighenti das leere Tor vor sich. Bernard verließ daraufhin den Kasten und machte für Christian Gamper Platz. Der komfortable Vorsprung schmolz in den folgenden Minuten aber dahin, denn zuerst verwertete Brayden Sherbinin einen Penalty, bevor Alex Egger bei einem schnellen Gegenstoß erfolgreich war.
Sofort nach Wiederbeginn fanden die Furie zwei Hochkaräter vor, um endgültig den Deckel draufzulegen. Dostalek schoss jedoch aus nächster Nähe übers Tor, während Pitschieler an Gampers Abwehr mit dem Beinschoner scheiterte. Nach diesen Aufregern zog sich der HCG tiefer in die eigene Zone zurück und gab darauf Acht, tunlichst keine Tore zu kassieren. Dieses Rezept ging auf, denn Meran war so gezwungen, sechs Minuten vor Schluss Gamper vom Eis zu nehmen. Deluca nutzte dies aus, um das 6:2 ins leere Tor zu erzielen.
Durch den Sieg ging die Skokan-Truppe in der Finalserie mit 3:0 in Führung. Somit hat sie am Samstag um 19.30 Uhr die Chance, den Sack zuzumachen.
HC Meran – HC Gherdëina 2:6
Tore: 0:1 Schiavone (14.05), 0:2 Castlunger (22.07), 0:3 Soracreppa (22.50), 0:4 Dostalek (23.32), 0:5 Brighenti (24.09), 1:5 Sherbinin (30.11), 2:5 Egger (33.07), 2:6 Deluca (53.48)
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