Coach Marcel Skokan durfte auf alle Spieler zurückgreifen, das Lineup blieb dasselbe. Er sah einen furiosen Start seiner Spieler, die schon nach wenigen Sekunden durch Hannes Kasslatter gefährlich wurden. Nur wenige Sekunden später brach auf den Rängen grenzenloser Jubel aus, als Vlastimil Dostalek nach einem Schiavone-Schuss abstaubte. Meran antwortete durch Filip Cruseman prompt, der von einem verunglückten Klärungsversuch profitierte und ins Kreuzeck traf. Reid Stefanson prüfte in der Folge Claes Endre, der bei seinem Schuss aus dem Slot auf seinem Posten war. Andreas Bernard musste hingegen in der 7. Minute ein zweites Mal hinter sich greifen, als Dostalek erneut mit einem Nachschuss zur Stelle war. Kurz darauf brannte es erneut lichterloh, denn Simon Pitschieler blieb aus der Drehung an der Stange hängen. Auch Dostalek und Luke Moncada fehlten kurz darauf nur Zentimeter auf die 3:1-Führung.
Auch die zweiten 20 Minuten begannen für die Hausherren nach Wunsch, denn Pitschieler besorgte mit einem Ablenker das überfällige 3:1. Eine Strafe gegen den HCG führte 80 Sekunden später jedoch zum Anschlusstreffer von Brayden Sherbinin, der aus der Distanz das Kreuzeck traf. Dostalek und Soracreppa kamen in der Folge jeweils auf der linken Seite zum Schuss, aus kurzer Distanz verfehlten sie jedoch das von Bernard gehütete Tor. Die größte Chance fanden aber Stephan Deluca und Dmitri Vozovik vor, die kurz vor Drittelende jeweils aus nächster Nähe an Bernard scheiterten.
Die Vorentscheidung fiel, als Nicolò Esposito in der 44. Minute vergessen ging und er den Puck haargenau ins Kreuzeck setzte. Für die euphorischen HCG-Fans kam es sogar noch besser, denn binnen 107 Sekunden fielen zwei weitere Treffer: Zunächst schloss der aufgerückte Guimond im Powerplay eine herrliche Kombination über Stephan Deluca ab, ehe Schiavone nach einem Konter ungehindert abschließen konnte und auf 6:2 erhöhte. Das Spiel war damit gelaufen, Meran betrieb durch Patrick Tomasini nur noch Ergebniskosmetik.
Nun gilt es, bestmöglich zu regenerieren, denn in 48 Stunden steht in Meran bereits das dritte Spiel der Serie auf dem Programm. Dieses beginnt erneut um 20 Uhr.
HC Gherdëina – HC Meran 6:3
Tore: 1:0 Dostalek (1.08), 1:1 Cruseman (3.11), 2:1 Dostalek (6.40), 3:1 Pitschieler (22.28), 3:2 Sherbinin (23.48), 4:2 Esposito (43.46), 5:2 Guimond (45.02), 6:2 Schiavone (46.33), 6:3 Tomasini (50.01)
Foto: Matthäus Kostner