Marcel Skokan konnte wieder auf den zuletzt erkrankten Ben Linder zurückgreifen, sonst blieb die Aufstellung gleich. Die Furie starteten sofort mit einem Powerplay in die Partie und gingen durch Luke Moncada, dessen flacher Schuss nur knapp am Pfosten vorbeiging, beinahe in Führung. Anschließend übernahm Zell am See das Kommando. Zunächst lenkte Blaz Tomazevic den Puck an den Pfosten, ehe Kilian Rappold mit einer Einzelaktion, die er mit der Rückhand abschloss, das 1:0 erzielte. Eine starke Parade von Claes Endre gegen den im Slot postierten Ethan Szypula verhinderte kurz vor Drittelende das 0:2.
Der Schwede stand auch zum Start des Mitteldrittels im Mittelpunkt, als er gegen Christian Jennes mit dem Beinschoner rettete. Beim platzierten Schuss von Szypula ins Kreuzeck war er jedoch machtlos. Dem Treffer ging ein verlorenes Bully voraus. Die Furie gaben sich jedoch nicht geschlagen und schöpften durch Luke Moncadas Tor wieder Hoffnung. 26 Sekunden vor Drittelende veredelte der Italo-Kanadier einen Zuckerpass von Dmitri Vozovik.
Im Gegensatz zu den ersten zwei Dritteln waren die Furie im Schlussabschnitt die aktivere Mannschaft. Der Lohn war das 2:2 durch Davide Schiavone in der 45. Minute. Der Mittelstürmer drang mit viel Tempo in die Zone ein und gab Eisbären-Goalie Alexander Schmidt mit einem trockenen Schuss unter die Fanghand das Nachsehen. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn die Hausherren trafen wenig später zum 2:3. Carmine Buono blieb nach einem harten Check verletzt liegen, das Schiedsrichtergespann pfiff jedoch nicht ab, sodass Alexander Lahoda mit einem Direktschuss erfolgreich war. Trotz großer Reklamationen zählte das Tor. Mit großem Charakter – und etwas Glück – kamen die Furie aber wieder zurück: Ein Puck sprang von der Bande vors verwaiste österreichische Tor, wo Moncada eiskalt blieb und die Verlängerung erzwang.
In dieser hatten die Gäste zwar mehr vom Spiel, die beste Chance fand aber Szypula in einem Getümmel vor. Dessen Schuss knallte an den Außenpfosten. Auf der anderen Seite legte Luca Biondi für Sacha Guimond zurück, der nicht lange fackelte und den Puck ins linke Eck setzte. Anschließend gab es bei den angereisten HCG-Fans kein Halten mehr.
Die Furie können nun zwei Tage durchatmen, ehe am Dienstag im Pranives um 19.30 Uhr das sechste Spiel des Halbfinals steigt.
EK Zell am See – HC Gherdëina 3:4 n.V.
Tore: 1:0 Rappold (8.39), 2:0 Szypula (36.53), 2:1 Moncada (39.34), 2:2 Schiavone (44.35), 3:2 Lahoda (49.24), 3:3 Moncada (58.50), 3:4 Guimond (76.27)
Foto: EKZ/Radlwimmer