Marcel Skokan konnte erneut aus dem Vollen schöpfen und schenkte Claes Endre sein Vertrauen. Kaum hatten es sich die Fans im Pranives gemütlich gemacht, tauchte der von Simon Pitschieler in Szene gesetzte Stephan Deluca schon vor Luca Haitzmann auf, der den Schuss aber parieren konnte. Salzburg machte es auf der anderen Seite besser – und das gleich dreifach: Nach einem Aufbaufehler kam der Puck zu Luca Kogler, der aus kurzer Distanz traf. Wenig später verwertete Maximilian Wurzer einen Alleingang, ehe Maximilian Kirchebner einen Nachschuss ins Tor bugsierte. Danach ließen die Furie zwei Hochkaräter liegen: Sowohl Luke Moncada als auch Dmitri Vozovik scheiterten alleine vor Haitzmann. Das rächte sich: Wurzer kam im Slot frei zum Schuss und traf genau ins Kreuzeck. Kurz vor Drittelende schöpften die Hausherren aber wieder Mut, als Vlastimil Dostalek nach einem Schiavone-Pass direkt abzog.
Äußerst bitter verlief aus HCG-Sicht auch der Beginn des Mitteldrittels: Zunächst stellte Nick Maul aus klarer Abseitsposition im Powerplay auf 5:1, dann kassierte Vlastimil Dostalek eine Matchstrafe wegen eines Checks gegen den Kopf, bevor Vozovik ein Solo vergab. Und dann erhöhte Luca Auer mit einem Abfälscher sogar auf 6:1. Den weiteren Verlauf des zweiten Drittels, also ganze sechs Minuten, verbrachten die Furie in Unterzahl. Ein weiteres Tor fiel im zweiten Abschnitt aber nicht mehr.
Mit unzähligen Strafen gegen den HCG ging auch das Schlussdrittel weiter. Salzburg spielte nur noch im Powerplay, die Hausherren nur noch in Unterzahl. In einer dieser Situationen gelang Vozovik durch einen Bauerntrick das 2:6. Zum spektakulären Comeback kam es aber nicht mehr, weil weitere Strafen die Furie weiter schwächten.
Nun gilt es, die letzten Kräfte zu bündeln, um am Dienstag in Salzburg wieder neu anzugreifen. Das Spiel beginnt wie gehabt um 19.15 Uhr.
HC Gherdëina – Red Bull Juniors 2:6
Tore: 0:1 Kogler (3.47), 0:2 Wurzer (4.33), 0:3 Kirchebner (6.29), 0:4 Wurzer (15.41), 1:4 Dostalek (19.00), 1:5 Maul (22.35), 1:6 Auer (29.58), 2:6 Vozovik (42.10)
Foto: Matthäus Kostner