Marcel Skokan bot erneut dieselbe Aufstellung auf. Das Tor wurde von Claes Endre gehütet. Der Schwede stand sofort im Mittelpunkt, denn nach einem Aufbaufehler hatte Paul Schuster die große Chance aufs 1:0, die Endre aber mit einer großen Parade zunichte machte. Auch gegen Jakob Schnabl, der von Jesse Juhola in Szene gesetzt wurde, fand im HCG-Goalie seinen Meister. Mitte des ersten Drittels stabilisierte sich die Skokan-Truppe und schaffte es, den Gegner besser vom Tor zu halten. Und so ging es mit dem Stand von 0:0 in die erste Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Furie immer gefährlicher. Der Führungstreffer in der 30. Minute war nicht unverdient: Nicolò Esposito gewann das Bully, Luca Biondi spielte zurück auf Dmitri Vozovik, der mit einem flachen Schuss Luca Haitzmann das Nachsehen gab. Noch vor dem Ende des zweiten Abschnitts erhöhte Davide Schiavone auf 2:0. Im Powerplay schob er den Puck nach einer schnellen Finte zwischen Haitzmanns Beinschoner.
Im Schlussdrittel begann das große Zittern, zumal die Furie gleich viermal in Unterzahl agieren mussten. In einem dieser Salzburger Powerplays stand Adrian Gesson plötzlich frei vor Endre, der aber einmal mehr über sich hinauswuchs. Auf der anderen Seite hatte Luca Biondi im Penalty Killing die große Chance aufs 3:0, doch bei seinem Alleingang war Haitzmann zur Stelle. Zwei Minuten vor Schluss erzielte Juhola das 1:2, als er bei 6-gegen-4 sehenswert von Schnabl assistiert wurde. Wenig später musste auch Martin Castlunger auf der Strafbank Platz nehmen, was Salzburg nutzte. Florian Lanzinger traf sechs Sekunden vor Schluss ins Kreuzeck.
In den Momenten nach dem Tor kassierte Nick Maul eine Strafe, die sich bis in die Verlängerung weiterzog. Diese begann mit einem regulären Tor von Dostalek, das aber aberkannt wurde, weil die Schiedsrichter schon zuvor abgepfiffen hatten. Die Furie blieben aber konzentriert und erzielten tatsächlich noch das 3:2: Dostalek zog von der Bande zur Mitte, brachte den Puck flach aufs Tor und jubelte grenzenlos, als das Hartgummi im Netz zappelte.
Die Furie eroberten durch den Sieg auch den Heimvorteil. Weiter geht’s schon am Dienstag mit dem vierten Spiel im Pranives (20.30 Uhr).
Red Bull Juniors – HC Gherdëina 2:3 n.V.
Tore: 0:1 Vozovik (29.56), 0:2 Schiavone (36.54), 1:2 Juhola (57.56), 2:2 Lanzinger (59.53), 2:3 Dostalek (61.23)
Foto: Red Bull Eishockey Akademie / Karpaviciute