Marcel Skokan standen in der Gamsstadt erneut alle Spieler zur Verfügung, das Lineup blieb dasselbe. Seine Mannschaft startete gut ins Match und hätte durch Martin Castlunger und Simon Pitschieler in Führung gehen können. Stattdessen gerieten die Furie nach zwei individuellen Fehlern aber mit 0:2 in Rückstand. Zuerst löste sich Niklas Bretschneider hinter dem Tor, assistierte den im Slot freistehenden Jacob Pfeffer, der ins Kreuzeck traf. 19 Sekunden später bestrafte Zdenek Sedlak einen Bock auf der blauen Linie, ehe er den Alleingang trocken verwertete. Die Furie erhöhten anschließend die Drehzahl und erzielten den verdienten Anschlusstreffer: Davide Schiavone spielte Sacha Guimond mit einem Querpass frei, dieser fackelte nicht lange und knallte den Puck per Schlagschuss ins Kreuzeck.
Für die Gäste kam es zum Start des Mitteldrittels noch besser: Nachdem Endre mirakulös im Eins-gegen-eins das 1:3 verhinderte, gelang dem HCG durch eine Einzelaktion von Carmine Buono der Ausgleich. Bei dessen Backhandschuss gab Adler-Goalie Thomas McCollum keine gute Figur ab. Kurz darauf musste dieser erneut hinter sich greifen, als Dmitri Vozovik nach Nicolò Espositos Zuspiel direkt abschloss und ins lange Eck traf. Stephan Deluca und Simon Pitschieler hätten anschließend in einem der zahlreichen Powerplays auf 4:2 erhöhen müssen, allerdings fehlte der Skokan-Truppe die Präzision.
Das rächte sich, denn Kitzbühel schöpfte aus den überstandenen heiklen Situationen Mut und erzielte in der 47. Minute den Ausgleich. Bei einem Fröwis-Ablenker war Endre machtlos. Dieser spielte sich anschließend in den Mittelpunkt: Obwohl die Nordtiroler ein horrendes Tempo ausübten, gelang es dem Schweden, einen Rückstand zu verhindern. So wie wenige Sekunden vor Schluss, als er bei einem Fröwis-Abschluss noch den Knieschoner hinhielt. Es ging in die Verlängerung, in der wieder der HCG den Ton angab. Nachdem Castlunger nur die Latte traf, war es Deluca, der seine Mitspieler in Ekstase versetzte. Einen geblockten Schuss schob er ins verwaiste Kitzbüheler Tor.
Nun muss der HCG den Sonntag abwarten, ehe er seinen Playoff-Gegner kennt. Dann findet nämlich der sogenannte Pick statt. Die möglichen Gegner sind der EK Zell am See, die Red Bull Juniors, der HC Asiago und der KHL Sisak.
EC Kitzbühel – HC Gherdëina 3:4 n.V.
Tore: 1:0 Pfeffer (9.40), 2:0 Sedlak (9.59), 2:1 Guimond (15.16), 2:2 Buono (21.39), 2:3 Vozovik (27.07), 3:3 Fröwis (46.30), 3:4 Deluca (64.01)
Foto: KEC/Schwaninger