Coach Marcel Skokan trat erneut ohne Martin Castlunger, Julian Senoner und Samuel Moroder an. Im Tor schenkte er Matthias Rindone sein Vertrauen. Das Spiel begann mit Salzburgern, die den Takt vorgaben und den HCG immer wieder in die eigene Zone einschnürten. Nach vier Minuten fiel dann das 1:0, als Gesson im Slot direkt abschloss und Rindone unter der Stockhand erwischte. Wenig später hatten die Hausherren per Konter die große Chance auf den Ausgleich, doch Salzburg-Goalie Luca Haitzmann verhinderte diesen dank einer starken Parade gegen Vlastimil Dostalek. Vermeidbar war das 2:0 durch Maximilian Wurzer, entstand dieses jedoch nach einem Bully. Luca Biondi kam kurz vor Drittelende dem Anschlusstreffer mit einer Einzelaktion nahe, doch wieder wuchs Haitzmann über sich hinaus.
Großes Pech hatten die Furie zu Beginn des zweiten Drittels, denn sowohl Dostalek als auch Matteo Luisetti trafen nur den Pfosten. Zudem blieb Sacha Guimond aus aussichtsreicher Position an Haitzmann hängen. In der 27. Minute fiel schließlich das überfällige 1:2 dank einer Moncada-Einzelaktion. Nach einem überstandenen Powerplay stand Dostalek nach Pitschieler-Pass plötzlich alleine vor dem Tor – wieder wollte der Puck aber nicht rein. Und so kam es wie es kommen musste: Florian Lanzinger erzielte durch einen Schlagschuss das 3:1. Nichtsdestotrotz ließ sich die Skokan-Truppe nicht locker und kam durch Carmine Buono, der aus dem hohen Slot erfolgreich war, wieder heran.
Die Aufholjagd des HCG erlitt zu Beginn des Schlussdrittels einen Rückschlag, denn Lukas Greil verwertete in der 42. Minute einen Nachschuss. Anschließend ging es zerfahren weiter. Spielfluss kam selten auf, da die Partie immer wieder unterbrochen wurde. Moncada & Co. drückten mächtig aufs Gaspedal, das Puckglück war an diesem Abend aber nicht auf der Seite der Gastgeber. Dennoch gelang Hannes Kasslatter dreieinhalb Minuten vor Schluss ein Treffer, als er nach einer Esposito-Vorlage blitzschnell abschloss. Am Ende ging Rindone noch vom Eis, das Risiko wurde aber nicht belohnt, weil Juhola ins leere Tor traf.
Nun kann der HCG zehn Tage tief durchatmen, ehe am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel bei Cortina die entscheidende Phase der Saison beginnt.
HC Gherdëina – Red Bull Juniors 3:5
0:1 Gesson (04.17), 0:2 Wurzer (09.52), 1:2 Moncada (26.35), 1:3 Lanzinger (36.58), 2:3 Buono (37.42), 2:4 Greil (41.38), 3:4 Kasslatter (56.40), 3:5 Juhola (59.53)
Foto: Matthäus Kostner