Coach Teppo Kivelä musste kurzfristig auf Matteo Luisetti verzichten. Im Tor schenkte er Paul Hofer sein Vertrauen. Dieser musste in den ersten Minuten des Öfteren eingreifen, weil die Adler einen starken Beginn erwischten. Unter anderem parierte er einen Versuch von Niklas Bretschneider, der frei vor ihm auftauchte. Auf der anderen Seite hatte Luke Moncada die besten Chancen für den HCG, seine Schüsse aus kurzer Distanz verfehlten jedoch das Ziel.
Zu Beginn des zweiten Drittels wuchs Hofer dann über sich hinaus, als der HCG im Aufbau den Puck leichtfertig verlor und Jakob Engelhart mit der Rückhand abschloss. In der 28. Minute fiel dann das 1:0 aus dem Nichts: Luca Biondi legte nach dem Zoneneintritt ab für Davide Schiavone, der in die Mitte zog und Tom McCollum mit einem satten Schuss ins Kreuzeck keine Chance ließ. Dimitri Vozovik hätte daraufhin auf 2:0 erhöhen müssen, diesmal hielt McCollum aber mirakulös. Vor der zweiten Drittelpause hatte der Russe bei einem Pfostenschuss zudem großes Pech.
Das 2:0 war jedoch nur aufgeschoben. Julian Senoner fasste sich im Schlussdrittel ein Herz, zog von der blauen Linie ab und jubelte, nachdem Adam Brady den Puck noch entscheidend abfälschte. Sacha Guimond verpasste daraufhin die Entscheidung, als er bei einem Konter am Außenpfosten scheiterte. Die vergebenen Chancen rächten sich, denn Kitzbühel stellte das Spiel in den letzten sieben Minuten auf den Kopf. Zunächst wurde Yoan Loshing im Slot zu viel Platz gewährt, dann traf Niklas Wetzl von der blauen Linie, ehe Loshings Sonntagschuss nach einem Konter das 2:3 bedeutete. Kivelä nahm daraufhin Hofer vom Eis, der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen.
Der HCG stand nach einer sehr guten Vorstellung also mit leeren Händen da. Schon am kommenden Dienstag gibt es die nächste Chance auf Punkte, wenn die Furie in Asiago zu Gast sind.
HC Gherdëina – EC Kitzbühel 2:3
Tore: 1:0 Schiavone (27.04), 2:0 Brady (43.22), 2:1 Loshing (52.53), 2:2 Wetzl (54.16), 3:2 Loshing (58.02)
Foto: Matthäus Kostner