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Die Geschichte des Eishockeysports in Gröden

Im letzten Jahrhundert entwickelte sich der Eishockeysport in Europa wie ein Lauffeuer. In Gröden erfuhr man in den zwanziger Jahren von dieser schnellen und spektakulären Sportart und so wurde am 8. Oktober 1927 der erste Hockeyclub von Hans Kerschbaumer, Josef Anton Sanoner, Leo Demetz und Franz Comploj gegründet.

Im Tale fand diese Mannschaftssportart schnell großes Interesse und wurde sicherlich eine Leidenschaft der Grödner.

Von 1932 bis 1986 nahm immer eine Grödner Eishockeymannschaft an der italienischen Meisterschaft der Serie A teil. Die ersten Spiele wurden auf Naturflächen vor den Hotels Genziana, Grödnerhof bzw. Ex-Tennisplätze ausgeführt. Lange mussten sich der Grödner Eishockey-Fan gedulden, bis er endlich eine Meistertitelfeier erleben durfte. Man schrieb die Saison 1968-69 , ein Jahr nach dem in St. Ulrich / Setil ein Kunsteisstadion erbaut wurde. Durch diesen Bau ging es mit dem Grödner Eishockeysport so richtig bergauf.

Viele Kinder und Jugendliche widmeten sich jetzt dem Eishockeysport und die Allerbesten wurden in den jeweiligen Jugendmannschaften bzw. in die erste Mannschaft aufgenommen. Sogleich kamen erfreuliche Ergebnisse. Gröden gewann noch drei weitere Male die Meisterschaft der Serie A (1975/76,1979/80,1980/81). Das gesamte Tal war vom Eishockeyfieber gepackt.

Im Jahre 1973 gründete Willy Comploj, zusammen mit mehreren Freunden, denHockeyclub Selva/Wolkenstein. Dieser Verein gewann in seiner fast 30 jährigen Tätigkeit 3 mal den Serie B Meistertitel.

Gleichzeitig widmeten sich beide Vereine natürlich auch der Jugendarbeit. Ein Meilenstein in der Eishockeygeschichte Grödens war sicherlich das Jahr 1981. Die Eishockeyweltmeisterschaft Gruppe B wurde an Gröden vergeben und in Rekordzeit das damalige Eissstadion überdacht, um eine würdige Eishalle für dieses einmalige Ereignis zur Verfügung zu stellen. Die italienische Nationalmannschaft konnte prompt diese Weltmeisterschaft für sich entscheiden und stieg somit in die Gruppe A auf. Leider heimste dieses Ereignis schlechtere Zeiten für den einheimischen Eishockeysport ein. Die großen Eishockeyclubs der Städte (Mailand, Bozen, Asiago usw.) kauften infolge auf "Teufel komm raus" viele Doppelstaatsbürger , sprich "Italos", ein. Da konnte und wollte der HC Gröden nicht mitspielen und so kam leider der Moment wo Gröden nur mehr zweitklassig Vertreten war. 1986 stieg der HC Gröden in die Serie B ab und spielte dann sechs Saisonen in dieser Liga, bis man 1992 wieder in die Serie A aufstieg.

Der eingefleischte Eishockeyfan kann sich sicherlich gut an die finanziellen Schwierigkeiten der darauf folgenden Jahre erinnern. Trotzdem spielte man in Gröden ausgezeichnetes Eishockey, welches man während der Teilnahme an der Alpenliga (gegen Feldkirch, Wien, Klagenfurt, Villach, Laibach usw.) erleben konnte. Unterstützt wurde diese Tätigkeit durch großzügige Sponsoren (FINSTRAL, WAHRSTEINER, OBERRAUCH u.v.a.), deshalb nochmals ein Dankeschön.

Zu erwähnen ist auch, dass man 1988 in Wolkenstein eine kleinere, aber sehr schöne Eishalle eröffnen konnte. Der HC-Selva/Wolkenstein entwickelte sich so zu einem etablierten Eishockeyverein und fungierte auch als "farm-team" des HCG.

Durch eine Mure wurde bedauerlicherweise im Mai 1999 das Eisstadion von St. Ulrich zerstört. Der Eishockeysport in unserem Tale schien am Ende zu sein. Die Situation war nicht gerade berauschend. Der Hockey Club Gröden hatte nur noch die Jugendmannschaften. In Wolkenstein hatte man zwar eine Seniormannschaft aber Schwierigkeiten mit den Jugendmannschaften eine regelmäßige Tätigkeit durchzuführen, da sich nicht genügend Kinder für diesen Sport interessierten. So trafen sich ein paar Leute aus den beiden Vereinen, denen die Geschichte des Hockeysports in Gröden am Herzen lag. Man entschloss sich einen neuen Verein zu gründen; den neuen Hockey Club Gherdëina. Ein neuer Verein auf Talebene mit allen Vorteilen, die eine solche Entscheidung mit sich bringt, wurde gebildet. Am Anfang hatte man sicherlich einige Hürden zu überwinden, man musste die alten " Reibereien" beiseite legen und mit vereinten Kräften versuchen in eine völlig neue Realität einzusteigen. Es vergingen Monate und die Situation wurde, auch dank des neuen Ausschusses, immer besser. Sicherlich reichte für dieses Projekt nicht nur der gute Wille, sondern auch die finanzielle und moralische Unterstützung waren notwendig um diesen Verein voran zu treiben. Unterstützung welche uns seitens der Gemeinden aus Gröden und Kastelruth nie fehlten, aber auch die Tourismusverbände und die ganzen privaten Sponsoren unterstützten diese Initiative wohlwollend.

Mittlerweile sind schon drei Jahre vergangen und der neue H.C. Gherdëina hat schon zwei Serie A2 und eine Serie A Meisterschaft bestritten. Das wichtigste aber ist unser Jugendsektor. Zur Zeit sind ca. 100 Jugendliche denen wir ein gesundes und aufbauendes Umfeld schulden, denn sie es sind, welche die Zukunft unseres Vereines sichern.
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HOCKEY CLUB GHERDËINA
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